26.01.2012
DETMOLD
Detmolder SPD verurteilt Verbrechen an Arzu
Erklärung veröffentlicht

Detmold. Die Detmolder SPD hat in ihrer Stadtverbands-Versammlung am Dienstagabend das Gewaltverbrechen an der jungen Detmolderin Arzu Özmen verurteilt. Die SPD sei erschüttert und tief betroffen, heißt es in einer Erklärung, die von den Delegierten einstimmig verabschiedet wurde.

Eine junge, deutsche Frau sei getötet worden, die gerade erst dabei gewesen sei, sich ihr eigenes Leben auszumalen und künftig selbst zu gestalten. "Eine junge Frau voller Hoffnung, weil sie bei uns in Detmold Toleranz, Entwicklungsmöglichkeiten und Verständnis gefunden hat", so die SPD. Die SPD-Delegierte Aida Amiryan-Stein setzte sich in der Versammlung besonders dafür ein, in die Erklärung aufzunehmen, dass Arzu Özmen Deutsche gewesen sei. "Mir geht dieser Fall sehr nahe", sagte die Detmolderin, die in Armenien geboren wurde.

"Wir müssen verdeutlichen, dass das Mädchen zu uns gehörte und unsere Werte teilte." Denn dafür sei sie letztlich gestorben. "Mir kommen die Tränen, weil sie unsere tollen Werte nicht weiter tragen kann", sagte Aida Amiryan-Stein und erhielt dafür viel Beifall. Ziel jeglicher Integration müsse es sein, dass die Werte des Grundgesetzes von allen anerkannt und gelebt würden, so die SPD-Erklärung.

Keine Mehrheit fand hingegen der Vorschlag von Lieselotte Kreuz-Reim, in der Erklärung von Mord zu sprechen. Corinna Peter-Werner, die den Antrag eingebracht hatte, hielt es nicht für richtig, diese juristische Bewertung zu ‚€®treffen.(te)

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Dokument erstellt am 26.01.2012 um 15:17:02 Uhr


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