01.02.2012
AUGUSTDORF
Kommunen wollen Konversion gemeinsam bewältigen

Augustdorf. Höxter, Minden, Augustdorf und Gütersloh wollen die Herausforderungen durch die anstehende Konversion gemeinsam meistern. Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl hatte Bürgermeister und Vertreter der Kommunen zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen.

Konversion meint die Überführung ehemals militärisch genutzter Flächen in eine zivile Nutzung. Davon ist Augustdorf massiv betroffen: Fast 1600 der 4300 Dienstposten sollen gestrichen werden. "Damit würde ein erheblicher Verlust an Kaufkraft einhergehen, der etwa den Einzelhandel, die Gastronomie, Wohnungsvermieter, die Tankstelle und andere betreffen", berichtet Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf in einer Pressemitteilung.

Es sei jedoch nicht zu erwarten, dass Flächen der Kaserne für eine zivile Nutzung freigegeben würden. Dann böte die Konversion keine Chance, den Verlust an Einwohnern und Wirtschaftskraft auszugleichen. Er fordere daher Hilfsmaßnahmen unabhängig von frei werdenden Flächen. Alle vier Kommunen müssten sich fragen, was mit den Flächen geschehen solle. Wulf fragt: "Wie ist mit den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen umzugehen? Welche finanzielle Unterstützung ist möglich? Wie soll der Prozess der Konversion gestaltet werden?" Kräfte zu bündeln und die regionale Betrachtung in den Fokus zu rücken, waren Motive für die Initiative Thomann-Stahls.

Dokumenten Information
Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2014
Dokument erstellt am 01.02.2012 um 00:10:46 Uhr
Letzte Änderung am 01.02.2012 um 12:04:38 Uhr


URL: http://www.lz.de/home/nachrichten_aus_lippe/augustdorf/augustdorf/?em_cnt=5978579&em_loc=6161