Lemgo. Ganz schön kalt wurde es am Samstag in etwa 130 Häusern und zwei Lemgoer Unternehmen aufgrund einer defekten Fernwärme-Leitung. Die Haushalte waren für rund elf Stunden ohne Heizung. Das berichten die Stadtwerke Lemgo.
Das Leck in der Transportleitung soll nach Angaben der Stadtwerke im Bereich Liemer Weg und Innenstadt, genauer bei der Firma Schlotthauer, aufgetreten sein. Das hatte zur Folge, dass mehrere Mitarbeiter schnell zum Handeln gezwungen waren, um einen Abriss der Leitung zu vehindern. Dafür musste die Fernwärmeleitung zwischen der Firma Isringhausen und Zumtobel abgesperrt werden, das heißt, beide Firmen sowie etwa 130 Häuser und Wohnungen im Bereich Mohnweg (Balsterhöhe) und Johannisstraße waren ab 17 Uhr ohne Wärmeversorgung.
"Uns lag viel daran, unseren Kunden diese notwendige Absperrung persönliche mitzuteilen, denn bei -8 bis -10 Grad Celsius Außentemperatur wissen wir, was wir ihnen zumuten", heißt es in der Mitteilung. Der Zeitpunkt der Reparatur wurde mit den betroffenen Firmen abgestimmt und es wurden drei Mitarbeiter abgestellt, die an jeder Haustür klingelten und die Anwohner über die Störung und die damit verbundene Absperrung informierten.
Die Stadtwerke boten den betroffenen Bewohnern an, in dieser Zeit das Eau-Le Freizeitbad kostenlos zu nutzen. Das Angebot nahmen laut Stadtwerken etwa 30 Anwohner in Anspruch. Die Arbeiten waren erst am Sonntagmorgen um vier Uhr beendet. Der Schaden an der gebrochenen Entlüftungsleitung beträgt in der Summe rund 10.000 Euro.