17.02.2012
KALLETAL
Trio "Energico" begeistert im Hohenhauser Bürgerhaus
Musikalischen Können zwischen Schwermut und Sportlichkeit

Demonstrieren ihre Fingerfertigkeit
Demonstrieren ihre Fingerfertigkeit | Foto: Sölter

Kalletal-Hohenhausen (rs). Das Trio "Energico" der Musikhochschule Detmold hat jetzt die Zuhörer im Bürgerhaus am Markt in Hohenhausen begeistert. Trotz eines kleinen "Unfalls" boten die drei Musiker ein Programm der Extraklasse. 

Durch die Temperaturunterschiede in den verschiedenen Räumen des Bürgerhauses hatte sich an der Klarinette ein Korkstück gelöst - doch mit wenigen Handgriffen war dieses Malheur behoben.

Musik hat bei Sumi Lee schon früh eine Rolle gespielt. Sie war als vierjähriges Kind beim Familienspaziergang plötzlich verschwunden. Die Suche nach ihr endete in einem Musikgeschäft. Ihre Oma wusste, was zu tun war und kaufte ihr ein Klavier. Seither prägt die Leidenschaft zu dem Instrument ihr Leben. Seit 2007 studiert Sumi Lee an der Hochschule für Musik in Detmold, sie ist auch Corepetitorin in der Klarinettenklasse.

Ki-Ja Cho begann auch mit dem Klavierspiel, bekam aber schon früh eine Klarinette von ihrer Mutter geschenkt. Inzwischen ist Ki-Ja Cho in Detmold auf dem Weg zur Master-Solistin.

Seine Mutter spielte Geige, darum begann Sebastián Escobar Avaria schon als Kind mit dem gleichen Instrument zu üben. Doch mit sieben Jahren wechselte er zum Instrument des Vaters, dem Cello. Mit zehn Jahren gab er sein erstes öffentliches Konzert, mit 15 bekam er ein Stipendium von der Musik- Akademie Yehudi Menuhin.

2010 gründeten die drei auf Anregung von Professor Thomas Lindhorst das Klarinetten-Trio "Energico". Sie haben eine große Musikauswahl, denn viele Stücke für Klavier-Trios (Geige statt Klarinette) sind auch für Klarinetten-Trios arrangiert worden, manchmal wie beim "Trio Miniaturen" von Paul Juon vom Komponisten selbst.

In den Sätzen des Stückes konnten die Künstler ihre ganze musikalische Begabung demonstrieren, das handwerkliche Können, aber auch die individuelle Emotion beim Vibrieren der Finger auf den Cellosaiten oder der Atemtechnik bei der Klarinettenklangfärbung: träumerisch (Reverie) und schwermütig (Elegie) mit schwebender Leichtigkeit und Melancholie oder lustig (Humoreske) und sportlich (Dance phantastique) mit Power und Ganzkörperrotation.

Dokumenten Information
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Dokument erstellt am 16.02.2012 um 21:58:29 Uhr
Letzte Änderung am 16.02.2012 um 22:00:04 Uhr


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