Donnerstag, 17.05.2012
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12.05.2010
"Ein gesunder Körper macht mehr Spaß"
Trend im Fitnessbereich geht zu vielseitigem und ausgewogenem Training

Lage. Genügend Bewegung ist wichtig für Körper und Seele. Theoretisch weiß das eigentlich jeder. Praktisch scheitert die Umsetzung oft am "inneren Schweinehund". "Jeder sollte sich im Schnitt etwa 30 bis 60 Minuten am Tag bewegen", sagt Daniel Paier, Geschäftsführer des Sport- und Gesundheitszentrums Columna in Lage. Im LZ-Gespräch erklärt der Diplom-Sportwissenschaftler, wie man seine Leistungsfähigkeit verbessern kann und was speziell beim Trainieren im Fitness-Studio zu beachten ist.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie man sein tägliches Bewegungspensum erreichen kann. Das kann mit Trendsportarten wie Pilates oder Nordic-Walking geschehen oder ganz klassisch durch Schwimmen oder Radfahren. Der moderne Alltag erschwere das jedoch immer mehr, sagt Paier. Büroarbeit zwingt einen an den Schreibtisch. Zunehmende Arbeitszeiten und steigende Anforderungen im Beruf tun ihr Übriges. Haltungsschäden und Rückenprobleme sind oft die Folge davon.

"Es ist wichtig, sich einen Ausgleich zu diesem Alltag zu schaffen", so der Fachmann. Wer diesen Ausgleich im Fitness- Studio sucht, sollte sich zuerst medizinischen Rat einholen und eine Eingangsuntersuchung absolvieren, bevor er mit dem Training loslegt, rät Paier. Dabei können Schwachstellen des Körpers und mögliche Risiken aufgedeckt werden. "Auf dieser Basis kann dann ein individueller Trainingsplan erstellt werden." Zu Beginn gilt es, eine moderate Belastung zu wählen, damit sich der Körper an die neue Beanspruchung gewöhnen kann. Nach etwa sechs bis acht Wochen sollte der Trainingsreiz jeweils verändert werden, um langfristig Effekte zu erzielen. Dabei sollten die Übungen nicht allein Kraft und Ausdauer fordern, sondern auch die Koordinationsfähigkeit mit einbinden, wie der Experte erklärt.

Info
Fitness-Studio

Der Trend bewegt sich im Fitnessstudio-Bereich seit einigen Jahren weg vom reinen Krafttraining hin zu einem ganzheitlichen, gesundheitsorientierten Sport. Prävention stehe immer mehr im Vordergrund, um auch im Alter den Alltag noch adäquat meistern und somit genießen zu können, erklärt Daniel Paier. "Ein gesunder Körper macht einfach mehr Spaß. Das ist in Zeiten des demographischen Wandels umso wichtiger." (tos)

Für Kinder ab sieben Jahren muss ein Fitness-Studio nicht zwangsläufig tabu sein. Laut Daniel Paier ist es aber wichtig, dass deren Training spielerisch gestaltet wird. Die Belastung sollte moderat bleiben. Von Krafttraining mit Zusatzgewichten zum Muskelaufbau rät er ab. Sowohl Muskelund Skelettapparat als auch der Stoffwechsel würden dabei starken Belastungen ausgesetzt, die Auswirkungen auf den noch in der Entwicklung begriffenen Körper haben könnten. Zu beachten ist – bei Kindern und Erwachsenen –, während des Sports viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Sonst bestehe die Gefahr des Dehydrierens. Insgesamt biete das Fitness- Studio dem Sportler nicht nur die Bewegung mit fachlicher Beratung, sondern auch die Bewegung in geselliger Gemeinschaft, so Paier. (tos)



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