Freitag, 25.04.2014
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24.06.2010
Hinter den Kulissen der Lipper Kreispolizeibehörde
Krimifans treffen echte Polizisten
EROL KAMISLI

Mehr als 20 LZ-Leser, darunter viele Krimifans, haben gestern im Rahmen der Aktion "LZ öffnet Türen" in der Lipper Kreispolizeibehörde Polizeibeamten bei der "echten" Arbeit über die Schulter geschaut.

Kreis Lippe. Der 10-jährige Paul wippt mit den Füßen und schaut sich um. Dann kommt der große Moment. Polizeihauptkommissar Norbert Manier fährt mit dem blauen Polizeiwagen vor und öffnet die Türen. Endlich. "Ich wollte schon immer mal in einem Streifenwagen sitzen", sagt Paul, der gemeinsam mit Mutter Stefanie Hausmann an der Polizei-Führung teilnimmt. Er setzt sich auf den Fahrerplatz, greift zum Lenkrad und schließt für einen Moment die Augen. "Ich habe mich sehr auf diesen Termin gefreut", sagt der junge Detmolder. Mit ihm haben sich vor allem viele Krimifans gefreut, die einen Blick hinter die Kulissen der Kreispolizeibehörde werfen.

Zu Beginn des Nachmittages haben der Erste Polizeihauptkommissar Uwe Bauer und Polizeihauptkommissar Norbert Manier die LZ-Leser im Foyer der Behörde empfangen. Sie führten die Gäste in die Einsatzleitstelle – "ins Herz unseres Hauses", so Manier. In diesem Bereich kämen alle Notrufe an und von hier würden auch die Einsätze der 450 Polizeibeamten in ganz Lippe koordiniert. Zudem haben die Gäste erfahren, dass die Polizeiwachen in Detmold, Lage, Lemgo, Blomberg und Bad Salzuflen rund um die Uhr besetzt seien. Natürlich wird den Besuchern auch die Ausrüstung eines Polizeibeamten gezeigt und erklärt: Pfefferspray, Handschellen und Dienstwaffe. Dann geht‘s zur "erkennungsdienstlichen Behandlung". Da wartet kein schwarzes Stempelkissen, um die Abdrücke zu nehmen, sondern ein Scanner. "Seit über zwei Jahren haben wir einen Fingerscanner, so können die Abdrücke sofort vom Bundeskriminalamt und von Europol überprüft werden", sagt Claudia Dembich vom Erkennungsdienst. "Wir sind große Tatortfans und finden es toll, dass wir so viel über die Polizeiarbeit erfahren", freut sich Beate
Schmidt, die mit Ehemann Eckhardt gekommen ist. Ein Blick in eine der sieben Gewahrsamszellen fällt aber aus. "Die Zellen sind leider belegt", stellt Bauer fest. Dafür kann die Gruppe den blauen Dienstwagen unter die Lupe nehmen. "Die Wagen müssen nicht neu lackiert werden. Sie bekommen eine blaue Folie", so Bauer. Die alten grünen müssten sowieso aussortiert werden. "Die blauen sehen auch viel schöner aus", sagt Paul und alle nicken.



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