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27.06.2011
LEMGO
40 LZ-Leser erleben spannende Führungen auf Lemgoer Bauernhof
VON ANDREAS BECKSCHÄFER

Im Schweinestall: Auch der acht Jahre alte Sören musste Schutzkleidung anziehen. | Foto: Beckschäfer

Lemgo-Voßheide. "Ich bin beruhigt von dem, was ich gesehen habe", stellt Brigitte Hoffmann aus Barntrup fest. Sie hatte bei der Aktion "LZ öffnet Türen" den Bauernhof des Landwirts Friedrich-Wilhelm Meierjohann besichtigt.

Brigitte Hoffmann hat - gemeinsam mit ihrem Ehemann Herbert und 40 weiteren LZ-Lesern - auf dem Hof in Voßheide hinter die Kulissen geblickt und dabei viele neue Eindrücke gewonnen. Das Bild vom hinterwäldlerischen Bauern konnte Meierjohann dabei gründlich wiederlegen.

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Denn auf seinem Bauernhof, auf dem er neben einer Schweinezucht auch Ackerbau und Forstwirtschaft betreibt, sind sämtliche Abläufe von modernster Technik gesteuert. So läuft die Fütterung der 4000 Schweine mittlerweile über eine vollautomatische Anlage. "Anders ließe sich die Arbeit bei einem Bedarf an Futtermitteln von sechs Tonnen Getreide und 25 000 Liter Molke am Tag auch nicht mehr bewältigen", erklärt Meierjohann.

Auch der Bereich der Hygiene wird in seinem Mastbetrieb großgeschrieben: Gekleidet in einen Schutzanzug, der die Übertragung von Keimen verhindert, konnten sich die Besucher von der Sauberkeit der Stallungen überzeugen. Und davon, dass die vorwurfvolle Formulierung: "Hier sieht's ja aus wie im Schweinestall" angesichts der reinlichen Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten werden, heutzutage völlig überholt ist.

Spannend gestaltet sich auch ein Spaziergang mit Bauer Adolf Meier zu Dölderdissen, der auf dem Weg durch Felder und Wiesen des 80 Hektar großen Hofgeländes Einblicke in die Entwicklung des Ackerbaus gewährt. Auch auf dem Trecker habe die moderne Technik Einzug gehalten, erklärt der Landwirt aus Leopoldshöhe, dass etwa das Aufbringen von Gülle inzwischen nach genauen Vorschriften computergesteuert geschieht. "Da kann ich mich im Traktor gemütlich zurücklehnen und die LZ lesen", lacht der 60-Jährige. Doch trotz genauester Planungen seien die Ernteerträge nach wie vor abhängig vom lieben Gott, schildert zu Dölderdissen, dass das trockene Wetter im Frühjahr fast zu einer Katastrophe für die Landwirte geführt hätte.

Im dichten Unterholz des riesigen Waldgeländes am Rande der Felder, in dem Meierjohann vor allem für den hohen Eigenbedarf Forstwirtschaft betreibt, verliert der Führer zwischenzeitlich die Orientierung. Doch während der achtjährige Sören Stoppok aus Lage noch eifrig Pläne zur Rettung entwickelt ("Ich schieße einen Pfeil in die Luft!"), findet die Gruppe doch noch allein wieder auf den rechten Weg. Der führt vorbei am Privatfriedhof der Familie Meierjohann zurück auf den großen Hof, wo bereits Bratwurst und Getränke warten.


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