Mittwoch, 23.05.2012
| RSS | LZ-Nachrichtenticker | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Sitemap | Newsletter | LZ-Karte


04.02.2011
OWL
Umweltminister gegen Salz-Pipeline in die Werra
Johannes Remmel: "Mehr Salz nicht akzeptabel"

Für Nordsee-Pipeline | FOTO: DPA

OWL. Die Bezirksregierung Detmold müht sich, die Wogen zu glätten, die wegen ihrer tendenziell positiven Stellungnahme zu einer Salzpipeline in die Werra entstanden sind. Nachdem im Regionalrat sämtliche Fraktionen auf Distanz dazu gegangen waren, will die Bezirksregierung nun "Fehlinterpretationen vermeiden": Eine Einleitung von Salz sei nur befristet denkbar, als Übergangslösung für eine "große" Pipeline-Lösung in die Nordsee. Das sei auch mit dem Umweltministerium abgestimmt. Umweltminister Johannes Remmel beantwortete dazu Fragen von Matthias Bungeroth.

Herr Minister Remmel, was spricht gegen die Salzpipeline, die K+S in die Werra bauen will?

JOHANNES REMMEL: Der Betrieb würde zu einer zusätzlichen Belastung von Werra und Weser führen. Das ist aus ökologischen Gründen nicht akzeptabel, denn schon jetzt ist die Salzbelastung zu hoch. Sie verhindert beispielsweise die Nutzung des Weserwassers als Trinkwasser. Und die Landwirtinnen und Landwirte können ihre Felder nicht damit beregnen. Zudem wäre es politisch nicht konsequent: Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, dass der Zustand der Gewässer sich nicht verschlechtern darf.

Die Bezirksregierung hat den Bau der Pipeline als zeitlich begrenzte Lösung befürwortet. War das mit Ihrem Haus abgestimmt?

REMMEL: Die Bezirksregierung ist dem Runden Tisch mit den Anrainerländern gefolgt. Der fordert eine Pipeline in die Nordsee, in die das Salzwasser ökologisch verträglich eingeleitet werden kann. NRW kann einer Pipeline in die Werra nur dann als Zwischenlösung zustimmen, wenn verbindlich geklärt ist, dass die Nordsee-Pipeline gebaut wird.

Wie bewerten Sie das Vorgehen der Bezirksregierung?

REMMEL: Die Detmolder haben in ihrer Stellungnahme an die Bezirksregierung Kassel deutlich gemacht, dass sie grundsätzliche Bedenken gegen die Werra-Pipeline haben. Und sie fordern, genau wie wir, den Bau einer Pipeline in die Nordsee.

Wie wird die Position der Landesregierung künftig vertreten?

REMMEL: Der Zustand der Flüsse und Seen in NRW darf sich nicht weiter verschlechtern. Wir brauchen gesundes Wasser. Deswegen werden wir in den Schutz und Erhalt der Gewässer investieren. Wir werden uns weiter am Runden Tisch für eine gemeinsame Lösung mit den anderen Ländern einsetzen. Im Übrigen habe ich die Kolleginnen und Kollegen in Hessen und Thüringen angeschrieben, um endlich alle Ergebnisse des Runden Tisches durchzusetzen.

Mehr zum Thema auf LZ.de

WAS MEINEN SIE? SCHREIBEN SIE IHRE MEINUNG



Sicherheitscode:

Bitte geben Sie oben
stehenden Code hier ein*:


*Pflichtfelder




Weitere Nachrichten aus Lippe
BAD SALZUFLEN: Schnelle Hilfe gegen Gedränge in der Mensa
Bad Salzuflen. Die Zustände in der Mensa am Schulzentrum Lohfeld sind in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Thema gewesen. In der Vergangenheit... mehr
LEMGO: Eben-Ezer will integrative Schule gründen
Lemgo (Rei). In die Diskussion über die Zukunft der Lemgoer Schullandschaft kommt Bewegung. Die Stiftung Eben-Ezer plant die Gründung einer... mehr

DETMOLD: Blomberger fährt mit falschen Ausweisen
Detmold. "Kommissar Zufall" ist am Dienstagmittag auf dem Nordring ins Spiel gekommen, wo eine Polizeistreife einen Fiat aufgehalten hatte. Der Fahrer... mehr
KREIS LIPPE: Wie der Prinz zur Lippe nach Thiotmalle kam
Detmold (lnw). Kurios: Die Lippe fließt nicht durch Lippe und die lippischen Fürsten kommen nicht aus Lippe. Dafür blickt der Landstrich im Osten... mehr



Anzeige

Service
Die LZ im Netz

Bildergalerien
Schützenumzug Horn
Schützenumzug Horn
Nordic Walking Horn-Bad Meinberg
Nordic Walking Horn-Bad Meinberg
Schützenumzug Almena
Schützenumzug Almena
Hansefrühstück in Lemgo
Hansefrühstück in Lemgo
Freilichtbühne Bellenberg "Der nackte Wahnsinn"
Freilichtbühne Bellenberg "Der nackte Wahnsinn"
Preisübergabe Bundesliga-Trainerspiel
Preisübergabe Bundesliga-Trainerspiel