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10.06.2011
SCHIEDER-SCHWALENBERG
Jungfuchs sitzt in Falle fest
Polizei ermittelt wegen rechtswidriger Aufstellung

Grausiger Fund: Der Jungfuchs ist mit einer Vorderpfote in die Falle geraten. Spaziergänger haben ihn gefunden. | Foto: privat

Schieder-Schwalenberg/Brakelsiek. Kein schöner Anblick hat sich Spaziergängern am Mittwochmorgen "Am Zollstock" in Brakelsiek geboten. In Höhe der Hausnummer 33 fanden sie einen Jungfuchs, der mit einer Vorderpfote in einer Fangfalle festsaß. 

Die Finder alarmierten sofort Karl-Heinz Westerheide vom Tierschutzverein Lemgo und erstatteten Anzeige bei der Polizei. Der zuständige Förster befreite das Jungtier aus der Falle. Ihm konnte allerdings nicht mehr geholfen werden. Der Förster erlöste das Tier von seinen Leiden.

Die Jagd mit solchen Fallen ist nicht verboten. "Allerdings wurde die Fangfalle dort rechtswidrig aufgestellt", sagt Rudi Pohlenz vom Verein "Natur ohne Jagd", der sich auch die Falle vor Ort angeschaut hat. "Sie war nur 3,5 Meter von einer Hauswand aufgestellt und nur zwei Meter vom Weg entfernt", sagte er. Zum einen dürfen laut des Vorstandsmitglieds solche Fallen nicht in bebautem Gebiet aufgestellt werden. Zum anderen sei sie nicht genügend abgesichert gewesen. 

"Tiere erleiden in solchen Fallen entsetzliche Qualen. Leicht hätten sich auch Kinder oder Hunde an der Falle verletzen können", warnte Pohlenz. Wer eine solche Falle zum Jagen benutzt, müsse sie zusätzlich mit einem sogenannten Fangbunker versehen, durch den nur die Tiere passen, die man fangen möchte. "Geraten die Tiere mit ihren Läufen in eine solche Fangfalle, müssen diese in den meisten Fällen amputiert werden, oder das Tier kann gar nicht mehr gerettet werden", führte Pohlenz aus.  

Ob die Falle tatsächlich dort aufgestellt wurde, wo sie von den Spaziergängern gefunden wurde, oder ob der Fuchs mit ihr noch weitergelaufen ist, ist bis jetzt noch unklar. "Da gehen die Beobachtungen der Spaziergänger und der Anwohner auseinander. Es ist schwierig nachzuweisen, wer Recht hat", sagte Pohlenz.
Die Polizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Da jede Falle mit einer Nummer ausgestattet sein muss, versucht sie jetzt, den Besitzer zu ermitteln. 





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Kommentare
Hobbyjagd ist Tierquälerei!
Fangfallenjagd ist die Steigerung von Tierquälerei.
Schlimmer gehts nimmer!
Ich wünsche mir, dass diese Menschen zu fühlen bekommen, was sie tun und getan haben.

Es ist absolut entsetzlich, dass die Jagd mit solchen Fallen nicht grundsätzlich verboten ist!!! Falls sich der Fuchs tatsächlich mit der Falle bis in die Nähe des Hauses weitergeschleppt hat, ist dies ein Beleg mehr für die unfassbare Grausamkeit dieser Fangmethode! Wenn nicht, hätte auch ein Kind oder ein Haustier in die Falle geraten können.

Die Jagd, besonders die Fallenjagd gehört schon lange verboten. Nichts ist gut an der Jagerei. Sie zerstört das ökologische Gleichgewicht in der Natur und bedeutet nichts Anderes als grausame
Tierquälerei. Ich wünsche mir, dass solch tumpe, gefühllose Menschen zur Rechenschaft gezogen werden.

was ist in dieser region eigentlich los? in lage werden mehrfach greifvögel vergiftet und in schieder fuchsfallen aufgestellt.

Mir standen die Tränen in den Augen, als ich das Bild gesehen habe.Was hat das Tier nur für unerträgliche Schmerzen und Qualen gelitten,der Blick dieses Fuchses sagt jedenfalls mehr als tausend Worte.Wir können diesem Fuchs nur dankbar sein,das er es war,der in das Fangeisen geriet und kein Mensch oder sogar ein spielendes Kleinkeind das im Unterholz stöbert.Solche Fangeisen führen zu schwersten Verletzungen beim Menschen,die zu Amputationen führen können.Dies ist vergleichbar mit einer Tretmine.Der schwer zum Schmerz gezeichnete leere Blick dieses Jungfuchses ermahnt uns zu handeln,der Fallensteller muß gefaßt werden,und zwar so schnell wie möglich.Vielleicht lauern noch mehr Fangeisen in unserer Nähe,am Wegesrand,Unterholz,Gärten,an Spazierwegen oder in öffentlichen Parkanlgen.Ich wünsche dem Fallensteller eine Gefängnisstrafe und eine Geldbuße, die so schmerzhaft ist wie der Blick dieses Jungfuchses.Jeder,der mein Kommentar liest,sollte Anzeige erstatten gegen diesen Fallensteller wegen schwerer Tierquälerei und Bedrohung der Öffentlichkeit.Dieses schreckliche Bild sagt einfach alles,ich bin einfach nur noch fassungslos!



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