Schieder-Schwalenberg/Brakelsiek. Kein schöner Anblick hat sich Spaziergängern am Mittwochmorgen "Am Zollstock" in Brakelsiek geboten. In Höhe der Hausnummer 33 fanden sie einen Jungfuchs, der mit einer Vorderpfote in einer Fangfalle festsaß.
Die Finder alarmierten sofort Karl-Heinz Westerheide vom Tierschutzverein Lemgo und erstatteten Anzeige bei der Polizei. Der zuständige Förster befreite das Jungtier aus der Falle. Ihm konnte allerdings nicht mehr geholfen werden. Der Förster erlöste das Tier von seinen Leiden.
Die Jagd mit solchen Fallen ist nicht verboten. "Allerdings wurde die Fangfalle dort rechtswidrig aufgestellt", sagt Rudi Pohlenz vom Verein "Natur ohne Jagd", der sich auch die Falle vor Ort angeschaut hat. "Sie war nur 3,5 Meter von einer Hauswand aufgestellt und nur zwei Meter vom Weg entfernt", sagte er. Zum einen dürfen laut des Vorstandsmitglieds solche Fallen nicht in bebautem Gebiet aufgestellt werden. Zum anderen sei sie nicht genügend abgesichert gewesen.
"Tiere erleiden in solchen Fallen entsetzliche Qualen. Leicht hätten sich auch Kinder oder Hunde an der Falle verletzen können", warnte Pohlenz. Wer eine solche Falle zum Jagen benutzt, müsse sie zusätzlich mit einem sogenannten Fangbunker versehen, durch den nur die Tiere passen, die man fangen möchte. "Geraten die Tiere mit ihren Läufen in eine solche Fangfalle, müssen diese in den meisten Fällen amputiert werden, oder das Tier kann gar nicht mehr gerettet werden", führte Pohlenz aus.
Ob die Falle tatsächlich dort aufgestellt wurde, wo sie von den Spaziergängern gefunden wurde, oder ob der Fuchs mit ihr noch weitergelaufen ist, ist bis jetzt noch unklar. "Da gehen die Beobachtungen der Spaziergänger und der Anwohner auseinander. Es ist schwierig nachzuweisen, wer Recht hat", sagte Pohlenz.
Die Polizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Da jede Falle mit einer Nummer ausgestattet sein muss, versucht sie jetzt, den Besitzer zu ermitteln.
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