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29.07.2011
SCHLANGEN
Schlänger CDU, SPD und Grüne machen sich für Gesamtschule stark
Abitur soll in Schlangen und Bad Lippspringe ohne Schulwechsel möglich sein

Schlangen (mab). Die Verwaltung soll prüfen, ob es möglich ist, an den Standorten Schlangen und Bad Lippspringe eine integrierte Gesamtschule einzurichten. Diesen Antrag hat die Schlänger CDU-Fraktion gestellt.

Nur wenn die Voraussetzungen für eine solche Gesamtschule - in ihr werden Schüler mit Haupt-, Real- und Gymnasialempfehlung gemeinsam unterrichtet - nicht gegeben seien, solle die Einrichtung einer Sekundarschule mit kooperativer Beschulung vorbereitet werden. Der Beschluss des Ausschusses für Soziales und Gesellschaft zur Planung einer Gemeinschaftsschule geht nach Ansicht der CDU nach dem Schulkonsens auf Landesebene ins Leere.

Fraktionsvorsitzender Dr. Walther Husberg: "Nach unserer Auffassung kann der Beschluss auch nicht dahingehend umgedeutet werden, dass es nunmehr eine Sekundarschule geben soll." Vielmehr müsse der Verwaltung nun seitens der Politik im Hinblick auf die Schulentwicklungsplanung ein neuer, den veränderten Gegebenheiten entsprechender Antrag erteilt werden.

Nach Auffassung der CDU könne die für eine neue Gesamtschule geforderte Schülerzahl - mindestens vierzügig bei 25 Kindern pro Klasse - erreicht werden. Sie stelle für den Sozialraum Schlangen/Bad Lippspringe gegenüber einer Sekundarschule das umfassendere Angebot dar. Zudem biete eine solche Gesamtschule die Möglichkeit, das Abitur ohne Schulwechsel zu erreichen. Dr. Husberg: "Insbesondere vor dem Hintergrund der Schaffung neuer Gesamtschulangebote in Paderborn sollte eine Gesamtschule für Schlangen und Bad Lippspringe intensiv geprüft werden."

Neben der CDU machen sich inzwischen auch die SPD und die Grünen für eine integrierte Gesamtschule stark. Das sei in Absprache mit den entsprechenden Bad Lippspringer Fraktionen erfolgt, teilen die beiden Fraktionsvorsitzenden Gert Klöpping (SPD) und Marcus Foerster (Grüne) mit. "Nach allen vorausgegangenen Diskussionen und Erkenntnissen zeigt sich, das für unseren Sozialraum nur eine solche Schulform wirklich Sinn macht."

Die bisherige Konzepterarbeitung durch die pädagogische Arbeitsgruppe unter Leitung von Achim Körbitz könne für das Modell Gesamtschule fast eins zu eins übernommen werden. Dies erleichtere die weiteren Schritte, sind sich Klöpping und Foerster einig. Man habe deshalb bereits beide Verwaltungen gebeten, an dem bisherigen Zeitplan festzuhalten, um rechtzeitig Beschlüsse fassen zu können und die notwendigen Elterninformationen stattfinden zu lassen.


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