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16.02.2012
KREIS LIPPE
Heimatbund kritisiert neue Schilder an Kreisgrenzen
Kreis sieht Thema gelassen

Sorgt für Unmut | Foto: Gerstendorf-Welle

Kreis Lippe (mah). Nationalpark Ja oder Nein, von Schließung bedrohte Schulen, Ärger um nicht gebaute Umgehungsstraßen: Jetzt bewegt Lippe ein weiteres Thema. Beim Lippischen Heimatbund stoßen die neuen Schilder an den Kreisgrenzen auf wenig Gegenliebe.
60 schmucke Tafeln zieren in Lockhausen, Wüsten oder Schlangen seit einigen Tagen die Straßenränder. Der Hermann ist drauf zu sehen, die lippische Rose und der Hinweis auf die Radio-Lippe-Frequenzen.

Heimatbund-Geschäftsführer Burkhard Meier kritisiert: Die Rose sei völlig zusammengeschrumpft und der Schriftzug undeutlich. Für den in kleinen Lettern aufgedruckten Schriftzug "land des hermann/teutoburger wald" plus Radiohinweis sei das Schild überdies zu klein. Und: "Beim Vorbeifahren erkennt man als Eingeweihter fast nichts, geschweige denn als Außenstehender", hat Meier festgestellt. Seine positiven Heimatgefühle würden seitdem "deutlich getrübt", kehre er von Reisen in die Ferne nach Lippe zurück.

Im Namen des Heimatbundes, der größten lippischen Bürgerinitiative, wünsche er die Rückkehr zu alten Schildern, die gewählte Lösung sei "völlig unpraktikabel", die alten Abzeichen müssten wieder her.
Deutlich entspannter als Meier sieht das Günter Weigel von der Lippe Tourismus und Marketing (LTM) GmbH. "Die alten Schilder waren verrottet, wir haben mit dem Eigenbetrieb Straßen überlegt, was auf die neuen kommt", sagte er am Mittwoch.

Wichtig sei unter anderem gewesen, die Marke "land des hermann" unterzubringen. Die LTM habe gemeinsam mit Landrat Friedel Heuwinkel unter mehreren von einer Agentur vorgelegten Entwürfen diesen ausgewählt. Im übrigen blühe die Rose in ebenso stattlicher Größe wie auf den ausgemusterten Schildern, fügte Weigel hinzu.

Kommentare
Ich war als Tourist auch über die neuen Schilder entsetzt. Vermutlich wollte man es dem Kreis Höxter nachmachen. Die haben nämlich ihre Lilie gegen nichtssagende Werbetafeln eingetauscht. Schade eigentlich. Und noch was: So verrottet kamen mir die alten Schilder aber gar nicht vor, wie oben behauptet.

Es mag ja von der LTM und Herrn Landrat "gute Überlegungen" zu den Lippe-Schildern gegeben haben. Dennoch fragt sich ein gebürtiger Lipper sehr nachdenklich: "Warum werden nicht die Bürger selbst - über ihr Organ: Lippischer Heimatbund - selbst befragt und an derlei Diskussionen beteiligt? Sie sind doch schließlich die eigentlicher Vertreter dieses wunderschönen Ländchens und nicht die LTM oder der Herr Landrat!

Der Autofahrer soll sich auf den Verkehr konzentrieren und nicht kleine Schriftzeichen entziffern. Die Kreisumlage wird immer schwieriger von den Kommunen zu bezahlen und Herr 115 schmeißt mit dem Geld umsich.

...was haben wir nur für Berater beim Kreis Lippe? Die tapsen ja von einem Fettnäpfchen ins nächste. Also diese Kreisschilder sind absolut nichts sagend, überladen mit überflüssigen Schriftzügen. Herr Meier hat völlig recht und die Schilder sollten schnellst möglich wieder ausgetauscht werden. Nicht nur für uns Lipper wirkt dieses Schild befremdlich und ist klar eine Herabstufung. Die LTM schadet damit auch unserem Tourismus. Touristen lieben "Altes" und "Traditionelles" und wollen nicht schon am Empfangsschild mit Werbung belästigt werden! Gute Werbung geht anders! Lippe ist anders!

Hässlich und unscheinbar die Schilder! Man hat sicher noch für teures Geld Grafiker bemüht, falls ja, schlechte Leistung!
Die alten Schilder hingegen stellten etwas dar! KREIS LIPPE und die Lippische Rose, das hatte / hätte was! Herr 115, das war wohl nichts!



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