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16.02.2012
DETMOLD
Tempolimit in Meiersfeld auf dem Prüfstand
Alle zwei Minuten rauscht ein 40-Tonner vorbei
VON THORSTEN ENGELHARDT

Detmold. Anfang März treffen sich Stadtverwaltung und Bürgerinitiative zu einem Gespräch über eine Tempobegrenzung auf dem Nordring in Meiersfeld. An anderer Stelle wird ein Ausbau der Straße geprüft. Die Straßenbaubehörde des Landes, Straßen. NRW, will einen weiteren Ausbau des Nordrings zwischen der Siegfriedstraße und dem Charles-Lindbergh-Ring prüfen.

Das berichtete Uwe Rosemeier, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Immobilien der Stadtverwaltung, jetzt dem zuständigen Ausschuss des Rates. Für 2013 habe die Straßenbehörde eine weitere Instandhaltungsmaßnahme auf dem Nordring geplant. In diesem Zuge werde nun auch geprüft, ob eine 2:1-Fahrspur mit einer Doppelfahrbahn in Richtung Horn eingebaut werden könne.

Erstmals seit Jahren könne zudem wieder die Möglichkeit bestehen, den Nordring als Ausbaumaßnahme in den Bundesverkehrswegeplan zu bekommen, sagte Rosemeier. Der Landesstraßenbaubetrieb in Bielefeld wolle den Bedarf für neue Trassen im Westen der Stadt ab Ellernkrug bis Jerxen-Orbke und im Osten zwischen der Kreuzung Blomberger Straße und Schönemark für den Ausbauplan anmelden. "Das ist immerhin ein erster Schritt", sagt Uwe Rosemeier, bedeute aber noch nicht, dass in Berlin dem auch gefolgt werde. Und dass dann in absehbarer Zeit gebaut werden könnte, heißt es schon gar nicht. Neue Straßentrassen sind bekanntlich Aufgaben mit jahrzehntelangen Laufzeiten.

Das weiß auch die Bürgerinititative Nordring. Schließlich engagiert man sich in Meiersfeld und Remmighausen schon seit 30 Jahren für eine Veränderung. Eine neue Straßentrasse sei derzeit daher auch nicht das dringlichste Thema, sagt Stefan Riesenberg von der Bürgerinitiative. Sie hat jetzt bei der Stadt beantragt, außerhalb der geschlossenen Ortschaft auf dem Nordring zwischen der Maschinenfabrik Brinkmann und der Einmündung Meiersfelder Straße die Geschwindigkeit auf 50 Kilometer zu begrenzen und ein Überholverbot einzurichten (die LZ berichtete).

Am 6. März wollen sich Vertreter der Verwaltung und die Bürger treffen, um über den Gedanken zu diskutieren. "An keiner Stelle in Detmold fahren so viele Lkw so unmittelbar an der Wohnbebauung vorbei", sagt Riesenberg. Im Mittel brause alle zwei Minuten ein 40-Tonner nur 3,5 Meter von den Häusern entfernt vorüber. Eine Temporeduzierung sorgt da nach Ansicht der Anwohner für eine deutliche Verbesserung, weil dadurch die Bremswege der Fahrzeuge kürzer werden sowie Lärm und Erschütterungen, aber auch Winddruck für Fußgänger abnähmen.

Die Stadtverwaltung müsste die neue Beschilderung anordnen, wenn sie sich dem Vorschlag der Anlieger anschließt. "Das werden wir nun neu bewerten und uns ein Meinungsbild verschaffen", sagt Rosemeier.


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