Freitag, 24.05.2013
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16.02.2012
BLOMBERG
Blomberger Sportler sollen sich auf Standort einigen
Politik fordert klares Votum zum Kunstrasenplatz

Die teuerste Variante | Foto: Geobasisdaten Kreis Lippe

Blomberg (an). Wenn Blomberg mal wieder Geld hat, will die Stadt einen Kunstrasenplatz bauen. Nicht in diesem Jahr. Aber um für die Zukunft gewappnet zu sein, will die Politik jetzt schon mal die Standortfrage klären.

Die Verwaltung hat vier Varianten aufgelistet: Den Umbau des Istruper oder des Herrentruper Rasenplatzes zum Kunstrasenplatz wären ebenso eine Option wie der Kampfbahn C unterhalb des Schulzentrums. Bei der letzteren Variante allerdings verlören die Leichtathleten ihr Trainingsgelände.

Teuerste Lösung (840.000 Euro) wäre ein Neubau auf dem Gelände unterhalb der Pestalozzischule. Diese Version wäre wohl auch am wenigsten umstritten. Jetzt sollen die Sportler sich zusammensetzen und dann ein klares Votum abgeben.


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Kommentare
Die Stadt Blomberg hatte schon 2010 einen Fehlbetrag von 7,2 Mio. Euro. In den Folgejahren sieht es nicht besser aus, denn auch für 2012 wird mit einem Defizit in ähnlicher Höhe kalkuliert.

Die auflaufenden Fehlbeträge werden zurzeit (noch) durch Entnahmen aus den Rücklagen finanziert. In absehbarer Zeit werden diese aber verfrühstückt sein - und was dann?

In einer solchen Situation einen Kunstrasenplatz mit bis zu 840.000 Euro Kosten (plus Folgekosten in den Jahren danach) überhaupt ernsthaft ins Auge zu fassen, ist gespenstisch. Es ist höchste Zeit, die Bürger darüber aufzuklären, dass solche Wohltaten angesichts der ernsten Finanzlage heutzutage einfach nicht mehr drin sind.

Die Kinderzahlen gehen drastisch zurück. Schulen werden geschlossen. Im Jahre 2017 werden nur noch 112 Kinder eingeschult (so sagt "man"). Lohnt dann überhaupt noch ein zusätzlicher Kunstrasenplatz oder wäre es nicht besser die vorhandene Infrastruktur in den Dörfern zu erhalten und auszubauen? Ich will den Kunstrasenplatz grundsätzlich nicht in abrede stellen, aber darüber sollte dann in logischer Konsequenz auch nachgedacht werden.


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