Donnerstag, 20.06.2013
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20.02.2012
LAGE
Lions-Musikpreis 2012 mit großer Beteiligung junger Cellisten
Türöffner für die Welt der Gefühle

So sehen Sieger aus | Foto: Franz-Nevermann

Lage (nv). "Ich bin sehr überrascht - damit hatte ich nicht gerechne!", freut sich die junge Celistin Felicia Hamza. Sie ging als erste Preisträgerin aus dem diesjährigen Lions-Musikpreis-Wettbewerb für den Distrikt Westfalen-Lippe hervor.

Zum 18. Mal wurde der Preis ausgeschrieben, zum fünften Mal fand die Veranstaltung im Technikum der Lagenser Musikschule statt. Und wiederum hatten die Veranstalter bestens für das leibliche und musikalische Wohlergehen der Besucher gesorgt.

Das Violoncello, ein Türöffner für die Welt der Gefühle, eignet sich besonders, um Ohren und Herzen junger Menschen zu erschließen. Diese Auffassung vertreten die Lions-Kabinettbeauftragte Saskia Schulte und Reinhard Heerde, Präsident des Lions Club Lage.

Der Erfolg gibt ihnen Recht, denn in diesem Jahr war die Zahl der Bewerber besonders hoch. Übrig blieben am Samstag acht junge Frauen und ein junger Mann, die jeweils ein Pflicht- und ein Wahlstück darboten. Im ersten Falle handelte es sich um den ersten Satz eines Concertinos des Dinklager Komponisten Bernhard Romberg (1767-1841), ein seinerzeit in ganz Europa verehrter Cello-Virtuose.

Eine künstlerisch und pädagogisch gleichermaßen erfahrene Jury hatte es auch diesmal nicht leicht. Ihr gehörten Dorothee Rapp als Vorsitzende sowie Hartmut Legelli an – beide Mitglieder der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford. Dritter im Bunde war Christian Conradi, Kammermusiker und Organist in Burgwedel. Die Entscheidung musste vor allem die große Altersspanne der Teilnehmer - sie lag zwischen elf und 22 Jahren - und die damit verbundenen Erwartungshaltungen berücksichtigen.

Der erste Preis wurde schließlich der l6-jährigen Felicia Hamza (Patenclub Gladbeck) zuerkannt. Sie habe, so hieß es, von Ausbildung und Reife her den besten Eindruck hinterlassen. Ihr facettenreiches Spiel zeige bei technischer Brillanz die ganze Skala zwischen feinstem Nuancenreichtum und heftigen Ausbrüchen.

Der zweite Preis ging an Magdalena Wolf (21 Jahre, Patenclub Münster), der dritte an Jana Telgenbüscher (20 Jahre, Patenclub Blomberg).

Die Siegerin wird sich am 18. Mai in der nächsten Runde in Duisburg dem Wettbewerb um den 18. Musikpreis des Gesamtdistrikts Deutschland stellen.


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