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20.02.2012
DETMOLD/BIELEFELD
Verfahren gegen Juristin im Fall Arzu eingestellt

Detmold. Arzu Özmens inhaftierte Schwester hatte Mitte Dezember 2011 gegenüber der Polizei behauptet, ihre Rechtsanwältin wisse, dass Arzu noch lebe und wo sie sich aufhält. "Der Verdacht gegen die Anwältin hat sich nicht bestätigt", sagte Oberstaatsanwalt Ralf Vetter. Daher sei das Ermittlungsverfahren gegen die Juristin eingestellt worden.

Rückblick: Kurz nach dem Fund von Arzus Leiche im Januar hatte Vetter erklärt: "Sollte die Obduktion ergeben, dass Arzu zu dem Zeitpunkt bereits tot war, wäre die Anwältin entlastet." Da die Bielefelder Rechtsanwältin nun entlastet ist, spricht vieles dafür, dass Arzu schon zum Zeitpunkt der Aussage nicht mehr lebte.

"Ich habe keine Erklärung dafür, warum sie behauptet hat, dass ich Arzus Aufenthaltsort kenne", sagte die Rechtsanwältin, die Arzus Schwester nicht mehr vertritt. Aufgrund dieser Aussage seien Ende 2011 die Kanzleiräume durchsucht worden. "Nach der Herausgabe der Mandantenakte, wurden nur einige Schriftstücke beschlagnahmt", so Oberstaatsanwalt Vetter. Die Auswertung der Schriftstücke und die weiteren Ermittlungen hätten den Anfangsverdacht nicht erhärtet. Anhaltspunkte dafür, dass die Anwältin den Aufenthaltsort von Arzu Özmen kannte, hätten sich nicht ergeben.

Die Kanzlei, in der die Rechtsanwältin arbeitet, will nun rechtliche Schritte gegen die Ermittlungsbehörden prüfen. Die Staatsanwaltschaft habe mit dem Ermittlungsverfahren ganz klar übers Ziel hinausgeschossen. Zudem war aus der Kanzlei, die alle Geschwister von Arzu vertritt, zu erfahren, dass nach den beiden Aussagen von Arzus Brüdern keine weiteren Einlassungen erfolgen werden. (ero)


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