Bielefeld (gär). Der CDU-Bezirksvorsitzende Elmar Brok kritisiert, dass die Stiftung Umwelt und Entwicklung des Landes NRW eine Koordinierungsstelle der Naturschutzverbände zum geplanten Nationalpark in OWL mit 86.000 Euro fördert. "Die Stiftungsgelder müssen gemeinnützigen Zwecken dienen und dürfen nicht für eine politische Werbeaktion benutzt werden", sagte Brok dieser Zeitung. Die Stiftungsaufsicht bei der Detmolder Bezirksregierung solle in dem Fall tätig werden.
Präses Alfred Buß, Vorstandsvorsitzender der NRW-Umweltstiftung, hatte indes betont, die Stiftung halte den Nationalpark für sinnvoll, sie müsse in diesem Konflikt aufklären. Nach Angaben der Bürgerinitiative gegen den Nationalpark werden zudem 575.000 Euro vom Kreis Lippe für die Planung, weitere 20.000 Euro von der Stiftung Ravensberg, 125.000 Euro für eine Infostelle des NRW-Landesbetriebs Wald und Holz sowie 70.000 Euro von der Stadt Bielefeld für eine Nationalpark-Studie aufgewendet.
Dagegen steht eine ebenfalls teure Kampagne der Nationalparkgegner über ein Berliner Büro. Elmar Brok ist der Ansicht, dass die Nationalpark-Debatte "politisch ausgetragen" werden sollte. Eine Strafanzeige, wie sie gegen den lippischen CDU-Landrat und Nationalparkbefürworter Friedel Heuwinkel erstattet wurde, sei nicht zielführend.
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