Mittwoch, 23.04.2014
| RSS | LZ-Nachrichtenticker | Mediadaten | Kontakt | Newsletter


24.02.2012
BIELEFELD/KASSEL
Lügen-Lehrerin aus Detmold erhält weiter volle Bezüge
Verteidiger von Horst Arnold kritisiert Behörden

Bielefeld/Kassel (gär). Mit heftiger Kritik an den Behörden hat der Rechtsanwalt Hartmut Lierow auf die jüngste Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) im Fall des ehemaligen Lehrers Horst Arnold reagiert. Wie berichtet, war Arnold von seiner Kollegin Heidi K. an einer Schule im hessischen Reichelsheim mit einer Lügengeschichte der Vergewaltigung bezichtigt worden. Nach seiner Verurteilung im Jahr 2002 durch das Landgericht Darmstadt hatte er fünf Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen.

Der BGH hatte Arnold vor wenigen Tagen "wegen erwiesener Unschuld" rechtskräftig freigesprochen. Für jeden Tag der Haftverbüßung habe sein Mandant nun einen Anspruch auf 25 Euro. "Dieser Betrag ist kaum geeignet, das Unrecht, das meinem Mandanten widerfahren ist, angemessen zu kompensieren", schreibt Verteidiger Lierow. Sein Mandant sei jahrelang "einem Kesseltreiben ausgesetzt" gewesen und habe nach seiner Entlassung aus dem Schuldienst "bis heute keine Arbeit mehr gefunden".

Formaljuristisch habe Arnold zwar keinen Anspruch auf eine Wiedereinstellung, aber das Land Hessen habe "eine moralische Pflicht", seinen Mandaten "nun auch beruflich zu rehabilitieren", so Lierow. Das hessische Kultusministerium teilte auf Anfrage lediglich mit, Arnold kön-ne sich "jederzeit um eine erneute Einstellung als Lehrer bewerben".

Skandalös findet Rechtsanwalt Lierow, dass die zuletzt in Bielefeld tätige Lehrerin Heidi K., die Horst Arnold mit ihren falschen Anschuldigungen ins Gefängnis gebracht hat, "bis heute ihre vollen Beamtenbezüge" erhält und die Staatsanwaltschaft immer noch nicht gegen sie ermittelt. Heidi K. ist vom Dienst suspendiert, das Land Hessen hat ein Disziplinarverfahren eingeleitet.



Kommentare
Die ganze Berichterstattung zu diesem Fall ist unvollständig und voller Widersprüche:

Entweder-

- Herr Arnold ist erwiesenermassen unschuldig und voll rehabilitiert. Dann müsste jedoch die ihn beschuldigende Frau konsequenterweise wegen schwerwiegender Falschaussage im selben Moment verurteilt werden. Von zivilrechtlichen Schadenersatzansprüchen einmal ganz abgesehen. Davon liest man jedoch nichts! Stattdessen müßte erst gegen sie "ermittelt" werden!

oder

- Es ist ein nachträglicher Freispruch aus Mangel an Beweisen. Auch wenn die Fau eine notorische Lügnerin sein soll, ist dies noch lange kein Beweis dafür, dass sie auch in diesem Fall gelogen haben muss. Und damit wird Herr Arnold bedauerlicherweise auf seine Rehabilitierung warten müssen und keine Ansprüche geltend machen können, denn der Verdacht gegen ihn steht ja weiterhin im Raum.

Für eines von beiden wird sich die Justiz entscheiden müssen, sonst stimmt hier etwas nicht, weil es ganz einfach unlogisch ist!

Nach dem jetzigen Stand hat Herr Arnold noch nicht viel gewonnen: Die 5 Jahre gibt ihm keiner zurück, seinen Job, sein Vermögen und sein Haus ist und bleibt er los.

Somit ist das letzte Urteil nicht mehr als eine symbolische Entschuldigung, keinesfalls aber eine Wiedergutmachung des (wahrscheinlich) erlittenen Unrechts.

mir geht das Schicksal des Lehrers unglaublich nahe!Es ist so schrecklich!Das es in der heutigen Zeit noch zu solchen Fehlurteilen kommt, stimmt mich traurig und auch stark nachdenklich.Ich bin zutiefst empört!Wo bleibt -wenigstens ein kleines Stückchen Gerechtigkeit?Diese Denunziantin wird keine Strafe seitens des Darmstädter Gerichts zu erwarten haben, denn von dort aus wurde ja schon genug Unheil gesteuert.Es ist für mich ein himmelschreiendes Verbrechen, ein Schrei,ich bin so fassungslos!FUI!!

eine schande. ebenso eine schande dass eine frau durch solch eine lügengeschichte, 'echten' vergewaltigungsopfern die glaubwürdigkeit genommen hat und diejenigen, die sich nicht trauen eine anzeige zu erstatten, es jetzt erst recht nicht mehr tun werden. aus angst, nicht ernst genommen zu werden.

Wo ist denn der *Gleichstellungsbeauftragte * für Männer ??
Wäre die Angelegenheit vom Geschlecht andersherum , würde es schon einen Aufschrei im Volk geben .!


Weitere Nachrichten aus Lippe
DETMOLD: Einbrecher weckt Bewohnerin beim Aufhebeln der Tür
Detmold. Das dürfte ein riesiger Schreck für die Bewohnerin einer Erdgeschosswohnung an der Humboldtstraße gewesen sein: Ein Einbrecher versuchte am... mehr
DETMOLD: Zeugin meldet betrunkenen Autofahrer in Detmold
Detmold. Die Polizei hat Karfreitag einen Detmolder erwischt, der im betrunkenen Zustand Auto in der Innenstadt gefahren ist und hat seinen... mehr

LAGE: Diebe brechen in Tresorraum an der Heidenschen Straße ein
Lage. Auf den Geldautomaten in einem Verbrauchermarkt an der Heidenschen Straße hatten es Diebe am frühen Dienstagmorgen abgesehen. Bei ihrem Einbruch... mehr
BAD SALZUFLEN: Verein "Brückenschlag Ukraine sammelt für krebskranken Danya
Bad Salzuflen. Der kleine Danya hat Krebs. Er braucht dringend medizinische Hilfe, die er in seinem Heimatland, der Ukraine... mehr



Anzeige

Service
Die LZ im Netz

Bildergalerien
Living History im Archäologischen Freilichtmuseum
Living History im Archäologischen Freilichtmuseum
Osterräderlauf 2014
Osterräderlauf 2014
LZ-Wettbewerb: Das schönste Osterfeuerbild
LZ-Wettbewerb: Das schönste Osterfeuerbild
68. Paderborner Osterlauf
68. Paderborner Osterlauf
CAR-Freitag 2014 in Paderborn verlief weitgehend ruhig.
CAR-Freitag 2014 in Paderborn verlief weitgehend ruhig.
LZ-Sondervorstellung Rubbeldiekatz
LZ-Sondervorstellung Rubbeldiekatz
Honky Tonk in Bad Salzuflen
Honky Tonk in Bad Salzuflen
Glashausparty in Blomberg
Glashausparty in Blomberg