Bielefeld. Eigentlich sollte es ein Routine-Einsatz werden, am Ende mussten zwei Polizeibeamte eine Frau vor sich selbst schützen. Erst randalierte die Frau an der Stadtbahnhaltestelle Herforder Straße/Beckhausstraße, dann zog sie sich aus, die Polizisten konnten gerade noch verhindern, dass auch der BH auf der Straße landete.
Gegen 17.30 Uhr wurde die Polizei am Donnerstag zur Unterstützung von Mitarbeitern von MoBiel gerufen, weil es in der Stadtbahn zu einer Körperverletzung gekommen war. An der Haltestelle trafen die Beamten auf die MoBiel-Mitarbeiter und auf eine offenbar leicht alkoholisierte Frau.
Ein Mitarbeiter gab an, dass er zuvor an der Haltestelle Hauptbahnhof auf die Straßenbahn gewartet habe, die Frau habe hinter ihm gestanden. Als die Straßenbahn angekommen war und die Türen geöffnet wurden, drängte sich die Frau an ihm vorbei und trat ihm dabei auf den Fuß. Der Mann entgegnete daraufhin ein "Na, toll". Plötzlich drehte sich die Frau um und verpasste ihm eine Ohrfeige. Als zwei weitere Mitarbeiter, die sich auch in der Bahn aufhielten, auf die Frau zukamen, beleidigte sie diese.
Beamten wollten Platzverweis erteilen
Die MoBiel-Mitarbeiter drängten daraufhin die Frau an einer Haltestelle aus der Straßenbahn und riefen die Polizei. Die Beamten wollten der Frau eigentlich einen Platzverweis erteilen. "Sie reagierte jedoch darauf aggressiv und gab den eingesetzten Beamten zu verstehen, dass sie den Platzverweis nicht befolgen wolle", heißt es in einer Meldung der Polizei.
Daraufhin wurde ihr erklärt, dass sie nun in Gewahrsam genommen werde. Aus Sicherheitsgründen wurde die Frau aufgefordert, alle Gegenstände aus ihren Taschen zu nehmen und die Jacke zu öffnen. Was dann passierte, beschreibt die Polizei so: "Die Frau reagierte äußerst trotzig und entkleidete nun ihren Oberkörper fast komplett. Ein Ablegen ihres BH konnte nur dadurch verhindert werden, in dem die Beamten ihr eine Jacke vorhielten."
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