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25.02.2012
KREIS LIPPE
Nationalpark: CDU-Fraktion Lemgo fordert Ausstieg
SPD verlangt Vertagung der Entscheidung im Kreistag
VON UNSERER LOKALREDAKTION

Die Kritik aus den eigenen Reihen an den Nationalparkplänen von Landrat Friedel Heuwinkel wächst. Nun hat auch die Lemgoer CDU-Ratsfraktion gefordert, "dieses Projekt nicht weiter zu verfolgen".

Kreis Lippe. Ein Nationalpark, so Fraktionsvorsitzender Dr. Harald Pohlmann, nutze niemandem, sei touristisch unbedeutend und stelle eine Last für alle Steuerzahler dar. Außerdem gefährde die Diskussion "einen weitgehenden Konsens in Grundfragen innerhalb der lippischen 'kommunalen Familie' und innerhalb der CDU".

Andere Spitzenvertreter der Union aus den lippischen Kommunen sind diesbezüglich zurückhaltender. Es gebe kein "abgestimmtes Meinungsbild", sagt etwa der Lagenser CDU-Chef Michael Biermann, der sich persönlich ebenfalls noch "nicht festgelegt" hat. Sein Detmolder Amtskollege Friedrich-Wilhelm Sundhoff glaubt zwar, dass derzeit eine Mehrheit seiner Parteifreunde den Nationalpark kritisch sieht, möchte allerdings Ende März noch eine Informationsveranstaltung anbieten und dann bei bei den Mitgliedern ein Votum abfragen. Er selbst hält einen Nationalpark nicht per se für Unsinn, allerdings müsse die Kulisse schon eine ausreichende Größe haben.

Der Fraktionschef der Salzufler CDU, Volker Heuwinkel, und Vizechef der Blomberger Ratsfraktion, Jörg Kleinsorge, sehen keine Veranlassung, sich aus kommunaler Sicht zu diesem Thema zu äußern. Auch der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Oerlinghausen, Michael Smolnik, verweist auf die Beschlusslage der CDU-Kreisorganisation.

Unterdessen hat die SPD-Kreistagsfraktion einen weiteren Aufschub der Entscheidung im Kreistag über einen Nationalpark verlangt. Dieses Thema sollte nach den bisherigen Planungen in der Sitzung am 12. März behandelt werden. Nun vertritt SPD-Chef Kurt Kalkreiter die Auffassung, zunächst müsse das Wertgutachten vorliegen, aus dem sich ableiten lasse, welche Waldflächen der Landesverband Lippe als Entschädigung für seine Nationalparkflächen erhalte. Dann sollte der Kreistag vor einer eigenen Entscheidung wissen, ob der Landesverband den Flächentausch akzeptiere. Im Übrigen sei auch mit den Ergebnissen der Runden Tische nicht kurzfristig zu rechnen. Zudem fehle noch die endgültige Gebietskulisse. Der Kreistag habe gerade erst einen Schlichter beauftragt, deren Umfang nach Gesprächen mit den Eigentümern zu erarbeiten. "Bevor wir nicht wissen, über welche Flächen wir befinden sollen, sollten wir gar nicht befinden", so Kalkreuter.


Vieles noch im Unklaren

Mit Verwunderung hat Marcus Foerster von der Nationalpark-Koordinierungsstelle der OWL-Naturschutzverbände die Aussage der Bürgerbewegung "Unser Teutoburger Wald" aufgenommen, das Projekt Nationalpark Teutoburger Wald sei gescheitert. Das entspreche nicht den Tatsachen, starteten doch am 27. Februar die Arbeitskreise. Genau hier fänden die von den Gegnern geforderte Bürgerbeteiligung und ein wichtiger Meinungsbildungsprozess statt. Foerster ist davon überzeugt, "dass Teile der Bevölkerung nur deshalb von den Nationalparkgegnern aufgewiegelt werden konnten, weil vieles noch im Unklaren liegt".

Scharf verurteilt hat der lippische Kreisverband der Grünen die Strafanzeige gegen den Landrat (die LZ berichtete). Diese Form der Auseinandersetzung überschreite "das Maß aller Dinge", schreiben Manuela Grochowiak-Schmieding und Werner Loke. Den Gegnern aus Politik, Landwirtschaft, Adel und Jagdwesen gehe es offensichtlich auch darum, eigene Pfründe zu sichern.


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Kommentare
@der freies owl.
Sie haben in Ihrem Nick das Wort ~frei~...wenn ich richtig gelesen habe:-O
Aber Sie beschneiden die freie Meinungsäusserung Anderer, indem Sie abwertend über andere Sichtweisen fabulieren und von Speichelleckern ,Hetzern und Verantwortungslosigkeit sprechen.
Schon etwas komisch.
Stellen Sie sich einmal vor einen Spiegel , lesen Sie sich Ihren Text laut vor und hören sie genau hin.
Wenn Sie danach immer noch der Meinung sind ihre Worte würden dem demokratischen Gemeinsinn und Wohl entsprechen, ......verehrter @ der freies owl , dann sollten Sie auswandern ...
Sie sind dann nämlich das beste Beispiel für unverstandene Demokratie.
Ich wüsste auch schon eine Aufenthaltort für Sie.... ;-)
Wollen sie es wissen ??
Na .. fahren Sie in den Yellowstone Nationalpark ....lassen Sie sich ausbilden und werden Sie dort Ranger.!

@manometer:
Was Sie als 'verblendet' bezeichnen, würde ich verantwortungsbewusst nennen. Ein Land, das insgesamt mit 2 Billionen Euro verschuldet ist, muss irgendwann mal anfangen zu sparen, sonst geht es uns in einigen Jahren auch, wie heute den Griechen. Auf einen Nationalpark zu verzichten, wäre ein guter und sinnvoller Anfang.

Wenn der Flughafen Paderborn subventioniert wird, so hat er doch einen eindeutigen Nutzen. Dies wäre bei einem Nationalpark in Eggegebirge und Teutoburger Wald nicht der Fall. Beide sind nachhaltig bewirtschaftet und weisen eine große Artenvielfalt auf. Sogar Wildkatze und Luchs, die sehr anspruchsvolle Tierarten sind, fühlen sich hier wohl. Das spricht für ein intaktes Ökosystem in Eggegebirge und Teutoburger Wald.

OWL und Lippe sind zudem bereits heute die beliebtesten Tourismus-Regionen NRWs, wie diese Zeitung vor einigen Wochen berichtete.
Naturschutz und Tourismus sind daher keine stichhaltigen Gründe für einen Nationalpark in Teutoburger Wald und Eggegebirge, zumal Naturschutz und Tourismus kaum zusammenzubringen sind.
Die Naturnutzung aber ist der stärkste und beständigste Anreiz für den Naturschutz.

Bevor die Landesregierung NRW das Geld in einen Nationalpark in Lippe steckt,
der weder naturschutzfachlichen noch touristischen Nutzen mit sich bringt, soll sie es lieber woanders in 'Umwelt- und Naturschutz' investieren.

ein unerträgliches trauerspiel was die cdu-fraktion lemgo, hier aufführt. der nationalpark ist eine historische, phantastische chance für mensch und natur in owl. die verantwortungslose, lügen-torpediererei der nationalpark-hetzer ist bei einem ihren politischen speichellecker, der cdu-fraktion (fdp ?) in lemgo angekommen. dieser feige akt, ekelt jeden anständigen bürger in der region im übermaß an !!!. PFUI TEUFEL !!!!!!.















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Sehr geehrtes LZ.de-Team, es wäre schön, wenn Sie auch diesen Bericht auf der Nationalpark-Themenseite einstellen würden. Es gibt nicht viele Möglichkeiten, sich von UNABHÄNGIGER, NEUTRALER SEITE über den aktuellen Stand der Diskussion zu informieren. Egal ob gegen oder für den Nationalpark – wichtig ist, dass sich möglichst viele Bürger eine eigene Meinung bilden können. Die LZ-Nationalpark-Themenseite ist eine hierfür eine wichtige Einrichtung. DANKE LZ.de-Team!

Wann stelleln all die Steuergeldsparbeflissenen eigentlich die Millionensubventionen des Flughafens Paderborn in Frage? Auch der Kreis Lippe greift dafür tief in den Haushaltssäckel. Wäre es nicht sinnvoller in die eigene Region zu investieren? Den Lippern ist es doch egal, ob sie von Paderborn, Hannover oder Münster aus in den Urlaub fliegen. Auch wird kein lippisches Unternehmen wegen des Flugplatzes in Paderborn die Standortfrage stellen. Ein Nationalpark aber wäre ein Standortfaktor direkt für Lippe! Wie verblendet muss man sein, um Investitionen in unsere strukturarme, ländliche Region abzuweisen? Andere Regionen werden sich über das Geld und die sozioökonomischen Vorteile freuen. Denn eines ist sicher: das Geld wird hier oder woanders für Umwelt- und Naturschutz eingesetzt werden.



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