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18.09.2009
Wer mit Wem? Koalitionsfrage weiter offen

Berlin - Es wird wieder spannend. "Aufwind für Frank-Walter Steinmeier" - "Schwarz-Gelb bröckelt": Die Umfragen knapp eine Woche vor der Bundestagswahl signalisieren Bewegung.

Vor allem das "TV- Duell", bei dem der SPD-Kanzlerkandidat überraschend punktete und Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) dagegen schwächelte, wirkt sich auf die aktuelle Wählergunst aus.

Die SPD liegt gut eine Woche vor der Wahl laut ZDF-Politbarometer bei 25 Prozent (plus 2). Zusammen mit den Grünen (10/ minus 1) und der Linkspartei (unverändert 11) würde es aber nach wie vor nicht für eine Mehrheit reichen. Union (unverändert 36 Prozent) und FDP (13/minus 1) könnten nach dieser Befragung knapp eine Koalition bilden. Bei einer von N24 veröffentlichen Umfrage hat Schwarz-Gelb dagegen die Mehrheit verloren und liegt mit 48 Prozent gleichauf mit Rot-Rot-Grün.

Setzt sich dieser Trend fort, ist die Koalitionsfrage wieder offen. Unter diesem Eindruck versuchen die Parteien wieder verstärkt, ihre mehr oder weniger klaren Bündnisoptionen unters Wahlvolk zu bringen. Merkel warb vor der Hauptstadtpresse erstmals offensiv für Schwarz-Gelb. In der SPD wagte sich Parteivize Peer Steinbrück aus der Deckung und nannte die Fortsetzung der großen Koalition als einzig realistische Machtoption für die SPD.

Er wurde sofort von seiner Partei zurückgepfiffen. Offiziell hofft Steinmeier weiter auf eine Ampel mit der FDP, um Kanzler zu werden. Die Grünen stehen dafür bereit. Sie signalisieren inzwischen sogar Gesprächsbereitschaft in alle Richtungen. Die Partei von Guido Westerwelle will am Wochenende festlegen, wie ausschließlich ihre Koalitionsaussage für die Union sein wird. Auch die FDP will sich ein letztes Türchen zu anderen Bündnisverhandlungen offen halten für den Fall, dass es am Wahlabend keine klare Mehrheit für Schwarz-Gelb gibt.

Von Frank Rafalski, dpa

Dokumenten Information
Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2012
Dokument erstellt am 18.09.2009 um 16:23:36 Uhr


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