Lippische Landfrauen unterwegs in der Holsteinischen Schweiz

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Haben viel gesehen: Die Reisegruppe der lippischen Landfrauen vor dem berühmten Holstentor in der Hansestadt Lübeck. - © Privat
Haben viel gesehen: Die Reisegruppe der lippischen Landfrauen vor dem berühmten Holstentor in der Hansestadt Lübeck. (© Privat)

Kreis Lippe. Die lippischen Landfrauen haben erlebnisreiche Tage in Schleswig-Holstein hinter sich: Von ihrem Standquartier in Lübeck aus haben sie etwa Tagesfahrten nach Eutin, dem „Weimar des Nordens", und ins Plöner Seenland unternommen.

Bevor die Landfrauen ihr Hotel in Lübeck erreichten, besuchten sie einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Nordheide – ein Familienbetrieb mit Tradition, der heute zu den führenden Weihnachtsbaumerzeugern in Deutschland zählt, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Auf 400 Hektar werden Weihnachts- und Buchsbäume kultiviert, Spargel und seit zwei Jahren auch Heidelbeeren angebaut. Erstaunt waren die Landfrauen, wie viel Arbeit es macht, formschöne, gesunde Bäume für zufriedene Kunden zu ziehen.

Dann entdeckte die Reisegruppe bei einem geführten Stadtrundgang durch ein „Meer aus Backstein" Lübecks Sehenswürdigkeiten und erfuhr viel Interessantes über Thomas Mann und das Schicksal der traditionsreichen Kaufmannsfamilie Buddenbrook.

Am nächsten Tag stand Eutin auf dem Programm. Nach einer Schlossführung, der ehemaligen Residenz der Fürstbischöfe von Lübeck und späterer Wohnsitz der Großherzöge von Oldenburg, blieb reichlich Zeit, das Gelände der Landesgartenschau mit dem Motto „Eins werden mit der Natur" am großen Eutiner See zu erkunden.

Der Schlossgarten, das historische Bauhofareal mit Tor- und Kutscherhäusern, die Stadtbucht mit Wasser- und Rosengärten und der Seepark luden zum Verweilen ein. Sehr angetan waren die Landfrauen von der schönen Herbstbepflanzung mit vielen bunt blühenden Stauden, wie sie es in ihren Bauerngärten oder ländlich gelegenen Gärten so lieben.

Der dritte Tag war ganz dem Plöner Seenland gewidmet. Eine Schiffrundfahrt auf dem größten Binnensee Schleswig-Holsteins führte an unzähligen Inseln, dem Plöner Schloss, der Prinzeninsel und an Natur- und Vogelschutzgebieten vorbei. Nach einem Bummel durch die Plöner Altstadt besuchten die Landfrauen die „Alte Schlossgärtnerei", in der überwiegend Kräuter und alte Gemüsespezialitäten kultiviert werden.

Bei einer Führung durch die Anlage konnten Kräuter mit den Sinnen „Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken" erlebt werden. Außerdem wurden Äpfel und seltene Tomatensorten probiert. Bei einem gemütlichen Beisammensein ließen sich die Landfrauen Brombeer-Rosmarin-Schnitten und Apfelkuchen mit Äpfeln aus der Schlossgärtnerei schmecken.

Am letzten Tag besuchte die Gruppe den Niederegger Marzipan-Salon. Hier bekam sie einen Einblick in die traditionsreiche Marzipanherstellung und in die Geschichte des Unternehmens, das 1806 mit dem Erwerb einer Zuckerbäckerei in Lübeck durch Johann Georg Niederegger gegründet wurde.

Viel Spaß hatten die Landfrauen, als Reiseleiterin Ilse Petig unter Anleitung ein kleines Marzipanschweinchen modellieren durfte. Nach Freizeit in Lübeck, wobei das Probieren der köstlichen Niederegger Marzipantorten im Café oder der Einkauf von Marzipan nicht zu kurz kamen, wurde die Heimreise angetreten. Einen Zwischenstopp gab es noch auf einem Bickbeerhof südlich von Nienburg. Dort wachsen auf 25 Hektar „Blueberries", die ursprünglich aus Amerika kommen und in Niedersachsen eine neue Heimat gefunden haben.

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