Der Golf- und Landclub Bad Salzuflen zählt zu den renommiertesten Clubs in OWL

Guntmar Wolff

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Stolz auf die wunderschöne Anlage: Die Mitglieder des Golf- und Landclubs Bad Salzuflen spielen auf einem landschaftlich reizvollen Areal, das der bekannte Golfplatzarchitekt Dr. Bernhard von Limburger angelegt hat. Hier im Bild die aktive Seniorengruppe des Vereins. - © Privat
Stolz auf die wunderschöne Anlage: Die Mitglieder des Golf- und Landclubs Bad Salzuflen spielen auf einem landschaftlich reizvollen Areal, das der bekannte Golfplatzarchitekt Dr. Bernhard von Limburger angelegt hat. Hier im Bild die aktive Seniorengruppe des Vereins. (© Privat)

Bad Salzuflen. Sandra Linnemann ist wirklich zu beneiden. Die 45-jährige arbeitet dort, wo andere Erholung suchen – auf dem Golfplatz. Und dieses 
Areal ist nicht nur irgendein Standort des Golfssports. Es ist einer der ältesten Plätze Deutschlands, um genau zu sein der 39. „Heute gibt es 740 Plätze", erzählt die Managerin.

Der Golf- und Landclub Bad Salzuflen ist im Jahr 1956 vom ersten Präsidenten Wilhelm Terberger gegründet worden. Dieser pachtete das kleine grüne Fleckchen Erde am Schwaghof vom Landesverband, um damit, zumindest für damalige Verhältnisse, ein ungewöhnliches Projekt zu realisieren.

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Tradition durch Fortschritt

Denn im Gründungsjahr verteilten sich in ganz Deutschland etwa 5.200 Golfer auf insgesamt 50 Golfclubs. „Die Zeit verstrich, und es gab immer mehr Mitglieder", beschreibt Linnemann die Anfangszeit. In den 1960er und 1970er Jahren etablierte sich der Club nach 
eigenen Angaben zu einem der landschaftlich attraktivsten und sportlich renommiertesten der Region Ostwestfalen-Lippe – immer begleitet von dem anfänglichen Motto „Tradition durch Fortschritt".

Hat im Golfclub alles im Griff: Sandra Linnemann. Wenn es die Zeit zulässt, spielt die Clubmanagerin selbst gern eine Runde. - © Guntmar Wolff
Hat im Golfclub alles im Griff: Sandra Linnemann. Wenn es die Zeit zulässt, spielt die Clubmanagerin selbst gern eine Runde. (© Guntmar Wolff)


Auch die Handschrift des bekannten Golfplatzarchitekten Dr. Bernhard von Limburger findet sich bis heute in den Bahnen eins bis neun wieder, die sich nahtlos in die schöne Landschaft am Stadtwald einfügen. Um dem wachsenden Interesse gerecht zu werden und den Mitgliedern einen noch größeren Platz bieten zu können, erweiterte der Verein Mitte der 1980er Jahre den Golfplatz um weitere neun Bahnen.

Heute zählt der Verein 830 Mitglieder, die zu den verschiedensten Zeiten kommen, um zu golfen, erklärt Linnemann, die früher Chefredakteurin eines Magazins war. Für ein Interview hatte sie der damalige Präsident des Bielefelder Clubs, Hans-Heinrich Delius, auf dem Golfkart mitgenommen. „Seitdem ließ mich die Faszination Golf nicht mehr los", so Linnemann, die seit 2004 Clubmanagerin ist.

Eine Sportart für alle

Für sie erfüllt Golf alle Ansprüche einer Sportart, die für viele geeignet sei. So könne man Golf nicht nur gegen sich selber spielen, sondern auch mit einem Partner. Wie viele Mitglieder pro Woche den Rasen nutzen, kann die gelernte Betriebswirtin nicht sagen. „Jeder Tag ist anders", erklärt Linnemann und erläutert, dass die Besucheranzahl von den verschiedensten Faktoren abhängig sei. Manch einer käme sogar morgens früh vor der Bürozeit, um eine Runde zu drehen.

Das Ziel vor Augen: Golfspieler auf dem Grün des Golfplatzes in Bad Salzuflen. - © Privat
Das Ziel vor Augen: Golfspieler auf dem Grün des Golfplatzes in Bad Salzuflen. (© Privat)


Die 1.200 Euro Mitgliedsjahresbeitrag des gemeinnützigen Vereins gehen hauptsächlich in die Unterhaltung des Gebäudes und Geländes. „Die Kosten für einen 63 Hektar großen Golfplatz sind immens", so Linnemann. Um diesen in Schuss zu halten, beschäftige der Club sechs Greenkeeper.

Aber für den Jahresbeitrag wird den Mitgliedern auch Einiges geboten: Neben wöchentlichen Terminen für Damen, Herren und Senioren, sei der Club auch in der Jugendförderung stark engagiert. „Wir gehen in die Schulen und stellen dort die Sportart vor", so Linnemann, die berichtet, dass der Altersdurchschnitt bei 52 Jahren liege.

"Abschlag Schule"

Der Club sei auch beim Projekt „Abschlag Schule" mit dabei, bei dem golfbegeisterte Schüler eine Jahresmitgliedschaft gewinnen können. Die Jugend ist Linnemann ein besonders Anliegen, denn es sei wichtig, Golf weg vom elitären, hin zum Familiensport in den Köpfen der Menschen zu installieren. In der Vergangenheit hätten es, nach Linnemanns Ansicht, die verantwortlichen Vorstände immer wieder geschafft, den Golfclub an die sich stets im Wandel befindlichen Anforderungen der Sportart Golf anzupassen.

Erfolgreiche Damen in der Altersklasse: Claudia Reckendorf, Julia Grunwald, Marieluise Rixe, Melanie Schwarz, Sabine Fischer, Kathrin Nagel, Anja Schmidt, Katrin Dröge, Dr. Christine Breder, Iris-Gaby Heese, Kirsten Osterhage und Kerstin Stock (von links). - © Privat
Erfolgreiche Damen in der Altersklasse: Claudia Reckendorf, Julia Grunwald, Marieluise Rixe, Melanie Schwarz, Sabine Fischer, Kathrin Nagel, Anja Schmidt, Katrin Dröge, Dr. Christine Breder, Iris-Gaby Heese, Kirsten Osterhage und Kerstin Stock (von links). (© Privat)


Und das soll auch in der Zukunft der Fall sein. Im Bereich der Turnierlandschaft bietet der Golf- und Landclub Bad Salzuflen sowohl für seine Mitglieder als auch für sportlich orientierte Gäste eine Vielzahl an Angeboten. Wer zu den Turnierbegeisterten zählt, hat wochentags und an den Wochenenden vielseitige Möglichkeiten, das eigene Handicap in einem Wettspiel zu verbessern.

Zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten

Offene Gruppenturniere finden in dem Club immer dienstags bis freitags, der „Open Day" über 18 Löcher am Mittwoch, oder das Neun-Loch- Mercedes-Benz-After-Work-Turnier donnerstags ab 17.30 Uhr statt. Zusätzlich können laut Linnemann die Gäste auch gern an den einmal im Monat stattfindenden offenen Monatspreisen (HCP -45) teilnehmen. Für noch nicht so versierte Wettspielteilnehmer bietet der Club im Anschluss an die Monatspreise einen Beginner- Cup über neun Loch an.

Damit auch das Gesellige nicht zu kurz kommt, gibt es im Haus ein kleines Restaurant, so dass der Besucher das Sportliche mit Genuss verbinden kann. In der „Multicuisine", die von Alexandra und Timo Hinkelmann geleitet wird, „kann man sich den Gaumen mit Köstlichkeiten aus der Region verwöhnen lassen", schwärmt Linnemann. Sie sieht den Club für die Zukunft gut gerüstet. Wichtig sei, dass die Menschen begreifen, dass Golf eine Sportart für jedermann sei.

Manchmal komme es jedoch vor, dass sich Menschen nicht trauen würden, Golf zu spielen. Diese Sorge will die Clubmanagerin den Interessenten nehmen und betont, dass jeder auch einfach mal „schnuppern" kommen könne. Auch ist ihr wichtig, dass sich jeder willkommen fühle. „Wir haben immer ein offenes Ohr." Jeder der sie kennt, weiß, dass sie es genauso meint.

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