Feuer zerstört Lagerhalle in Barntrup

Marlen Grote

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Feuer in Barntrup (© Marlen Grote)

Barntrup. Eine große Rauchsäule stand am frühen Freitagmorgen über Barntrup: In der Kleinbahnstraße brannte eine Lagerhalle. Das Feuer soll in der Dachkonstruktion ausgebrochen sein. Weil Teile des Daches abzustürzen drohten, konnte die Feuerwehr das Gebäude nicht betreten. Von außen  waren die Brandherde allerdings schwer erreichbar, so dass sich der Einsatz noch über Stunden hinzog, wie Feuerwehrsprecher Jörg Mengedoht vor Ort erklärte. Am Nachmittag kamen Bagger, um Teile der Seitenwände einzureißen.

Durch die starke Rauchentwicklung kann es im Raum Barntrup zu Geruchsbelästigungen kommen, Gefahr besteht jedoch nicht. Trotzdem wird die Bevölkerung gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.



In der Halle, in der sich früher ein Magowsky-Markt befand, sei beim Eintreffen der Feuerwehr niemand gewesen, die Türen waren verschlossen, berichtete der Pressesprecher der Feuerwehr Barntrup, Jörg Mengedoht. Menschen waren deshalb nicht in Gefahr. Da die Feuerwehrleute aber zunächst nicht genau wussten, was derzeit in der Halle gelagert wird, erfolgte der Einsatz unter größter Vorsicht.

Probleme machten den Helfern auch die kalten Temperaturen, da das Löschwasser am frühen Morgen zum Teil am Boden gefror. Ein Streufahrzeug kam deshalb ebenfalls zum Einsatz.

Während des Einsatzes kam es in dem heißen Rauchgasgemisch zu einer Durchzündung – das Feuer hatte sich auf den hinteren Teil der Halle ausgebreitet, und das Dach stürzte ein. Rund 200 Einsatzkräfte waren zeitweise vor Ort, zwei Wassermanagementsysteme aus Lemgo und Detmold sicherten mit großen Tanks den Nachschub. Denn die Hydranten, aus denen die Feuerwehr zunächst ihr Wasser zapfte, hängen am Wassernetz der Stadt. „Irgendwann ist so ein Hochbehälter mal leer", erklärte Jörg Mengedoht. Damit den Bürgern nach den stundenlangen Löscharbeiten das Wasser nicht ausging, wurden die Tanks laufend mit Tanklöschwagen aus der ganzen Region mit Wasser aus Alverdissen beliefert. Unter anderem bedienten sie sich aus dem Becken des Barntruper Freibades.

Gegen Mittag waren zwar laut Jörg Mengedoht die Flammen größtenteils gelöscht, es gab aber immer noch Brandherde im Inneren der Halle, die bis auf die Trümmer des Daches größtenteils leer war. Zur Sicherheit waren Messeinheiten des Kreises Lippe vor Ort, es wurden aber laut Feuerwehr keine Grenzwerte überschritten. Dennoch galt die Warnung an die Bevölkerung, Fenster und Türen geschlossen zu halten, auch noch am Nachmittag. Bei der feuchten Witterung zog der Rauch nicht nach oben ab. Wegen des Großaufgebots an Einsatzkräften waren die Bahnhofstraße und der Busbahnhof gesperrt.

Am Nachmittag entspannte sich die Lage weiter, ein Großteil der Feuerwehrleute konnte den Einsatz beenden. Einige Helfer der Barntruper Wehr löschten die verbliebenen Brandnester in der Halle. Dafür mussten zwei Bagger Teile des Gebäudes abreißen: „Das Feuer war hauptsächlich in der Mitte der Halle, da kommen wir sonst nicht dran", erklärte Mengedoht. Auch ein Spezialgerät aus Aerzen, das Löcher in Wände graben und hindurch löschen kann, war zeitweise im Einsatz. Brandermittler waren vor Ort, konnten die Halle aber noch nicht betreten. Die Ursache für das Feuer blieb deshalb zunächst noch ungeklärt.

Den Tag über lösten sich die Feuerwehrleute mehrfach ab. zum Abend hin richtete das Technische Hilfswerk Detmold eine Beleuchtung ein. „Das wird noch eine Weile dauern", stellte Jörg Mengedoht in Aussicht.

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