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05.02.2012
BAD SALZUFLEN
Stadt verbietet Fahrrad-Parcours im Wald
Jugendliche hoffen auf den Bauausschuss
VON KATRIN KANTELBERG

Wollen ihre Strecke behalten. | Foto: Kantelberg

Bad Salzuflen. Eine Gruppe von Jugendlichen macht sich für ihre Fahrradstrecke im Wald stark. Seit Jahren sind sie mit ihren "Dirt Bikes" auf einem Parcours in der Nähe des Abenteuerspielplatzes an der Alten Vlothoer Straße unterwegs. Doch der Förster hat ihnen das Biken auf dem Areal im Wald nun untersagt.

Auch Eric zählt zu den Jugendlichen, die sich täglich auf der Fläche in der Nähe des Abenteuerspielplatzes an der Alten Vlothoer Straße trafen. "Den Parcours", erklärt der 13-Jährige und zeigt auf die ausgefahrenen Pfade in dem abgelegenen Gebiet, "den gibt es dort schon seit Jahrzehnten."

Mit seinen Freunden hat er Rampen und Hindernisse gebaut, die sie mit ihren kleinen, geländegängigen "Dirt Bikes" gekonnt überspringen. Dafür, so ergänzt Peter, hätten sie nur das bereits Bestehende ausgebaut, bewusst darauf geachtet, Bäume und Pflanzen nicht zu beschädigen.

"Auch Müll sammeln wir ein, gucken, ob alles in Ordnung ist", betont Kai, dass sie dem Wald keinen Schaden zufügen. Soweit es die Zeit erlaubte, trafen sich die Jugendlichen jeden Tag am Parcours, verbrachten am Wochenende ganze Tage im Forst.

Im vergangenen Herbst hatte der Förster den Jugendlichen das Biken im Forst untersagt. Seine Gründe will er jetzt im Bauausschuss darlegen, der sich morgen zur Ortsbesichtigung am Gelände trifft.

Die Jugendlichen wurden aktiv und initiierten eine Unterschriftenliste, auf der sich 152 Bürger für den Erhalt des Bike-Parcours ausgesprochen haben. Die Liste wollten die Jungen im Rathaus abgeben, kamen jedoch unverrichteter Dinge wieder zurück: "Die haben nur über uns gelacht", ärgert sich Jerome (13).

Für die Jugendlichen ist das Verbot eine harte Entscheidung. "Jetzt können wir mit den Bikes doch nirgendwo mehr hin", sagt Colin (13). Auch die Eltern hörten sich um, sprachen mit dem Förster, telefonierten auf der Suche nach Ersatzflächen mit Grundbesitzern - bislang ohne Erfolg.

Jetzt will sich der Bauausschuss mit dem Thema befassen. Vorsitzender Michael Hinke (CDU) hat zum Ortstermin geladen. "Wir wollen gucken, ob es nicht doch noch Möglichkeiten für die Jugendlichen gibt." Der Ausschuss trifft am Dienstag, 7. Februar, zur Ortsbesichtigung. Treff ist um 16 Uhr am Parkplatz Café Vierenberg.

Dokumenten Information
Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2014
Dokument erstellt am 05.02.2012 um 19:51:25 Uhr
Letzte Änderung am 06.02.2012 um 18:10:18 Uhr

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Kommentare
In anderen Regionen Deutschlands zum Beispiel im Bayrischen Wald, im Schwarzwald usw. werden kilometerlange Strecken für Mountainbiker durch Wald, Wiese und Flur freigegeben.

Dafür wird sogar geworben! Warum ist es in Bad Salzuflen nicht möglich, dass die Kinder in einem kleinen Stück im Wald Sport treiben? Aber vielleicht wollen unsere Politiker auch dort eine Sichtschneise anlegen und die Bäume fällen, damit man von Bad Salzuflen nach Wüsten gucken kann. Ich wünsche mir sehr für die Kinder, dass sie weiter den schon seit jeher bestehenden Parcours nutzen dürfen.

BRAVO! Den Mountainbikern, die jeden Tag zuhauf rücksichtlos quer durch die Wälder stampfen, und das nicht nur auf den Wegen, sondern am liebsten querfeldein, denen bleibt ihre Lobby, obwohl die WIldtiere durch sie enorm gestört werden. Aber eine Gruppe Kids, die sich am Waldrand einen Parcours gebaut haben, diesen sogar sauber halten und darauf achten, dass keine Natur zerstört wird - denen nimmt man alles weg. BRAVO Herr Förster. Vielleicht sollten Sie sich das Ganze ja mal vor Ort anschauen und mit den Jugendlichen reden. DIE scheinen mir nämlich ganz vernünftig zu sein, ganz im Gegenteil zu Ihnen. Anstatt froh zu sein, dass die Kids nicht auf die Straße müssen UND gleichzeitig ein Umweltbewußtsein aufbauen, zerstören Sie ihnen ihren Freizeitspaß. PFUI! ---- Ich hoffe für die Jugendlichen, dass sie viel Unterstützung bekommen und sie ihren Platz behalten dürfen. Welch ein Armutszeugnis ...

Das ist BAD Salzuflen. 2014

Schon schlimm genug, wenn Unterschriftenaktionen möglicherweise in irgendwelchen städtischen Schubladen landen. Aber das Jugendliche mit einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung bei einer Unterschriftenaktion kalt lächelnd abgewiesen sein sollen, wird zu klären sein. Mal sehen ob denjenigen das Lächeln auch bald vergehen könnte.
Quo vadis Bad Salzuflen :-((

Ich kann mich den bisherigen Pro-Parcour-Kommentaren nur anschließen und möchte die hoffentlich mitlesenden Politiker darauf hinweisen, dass es die Wähler von Morgen sind, die Sie ggf. heute vor den Kopf stossen.

(Schade, dass ich von der Unterschriftenaktion nicht wusste)

--> Jungs, "kämpft" weiter für Euren Parcour!



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