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25.02.2012
BAD SALZUFLEN
Jugendhilfeausschuss hält Mountainbikestrecke für wertvoll
Politiker helfen Bikern auf die Sprünge
VON STEFAN BACKE

Wollen weiter hoch hinaus | ArchivFoto: Preuss

Bad Salzuflen-Wüsten. Der Jugendhilfeausschuss hat viele Mitglieder mit einer sportlichen Vergangenheit. Im Verlauf der Diskussion um das aktuelle Nutzungsverbot eines Biker-Parcours am Vierenberg gab es daher viele Fürsprecher.

Nachdem bereits mehrere Politiker mit kleinen persönlichen Bike-Anekdoten auf die lange Tradition der Strecke hingewiesen hatten, war es Hans Joachim Uetermeyer, der während der Sitzung den letzten Trumpf zog. "Ich kann bestätigen, dass dort schon vor mindestens 40 Jahren Jugendliche durch den Wald gefahren sind", berichtete der FDP-Vertreter mit einem Schmunzeln. Dabei waren sich alle Redner einig, dass der Erhalt des Parcours schon alleine aus diesem Grund absolute Priorität haben müsse.

Sigrid John (SPD) brachte den Tenor des Ausschusses auf den Punkt: "Es wundert mich, dass diese Strecke auf einmal zum Problem hochstilisiert wird. Die Kinder sind an der frischen Luft, bewegen sich in der Natur und treffen sich mit Freunden - real und nicht digital." Wie berichtet, hatte der zuständige Förster den Jugendlichen zwischen 10 und 15 Jahren die Nutzung des Bike-Parcours an der Alten Vlothoer Straße jüngst verboten. Dabei wurde auf die Beeinträchtigung der Flora, die Verkehrssicherungspflicht sowie ein generelles Fahr-Verbot abseits der Waldwege verwiesen.

Während sich der Jugendhilfeausschuss über das Ziel einig war, bleiben Zweifel über den richtigen Weg dorthin. Bert Kaufmann (CDU), der sich auch als ehemaliger Nutzer geoutet hatte, wünschte sich eine rechtliche Regelung. Es dürfe kein Zweifel bleiben, ob die Stadt bei möglichen Unfällen nicht doch haftbar zu machen sei. Sigrid John hatte dagegen im Prinzip eine weitere stillschweigende Duldung ins Gespräch gebracht. Hans Joachim Uetermeyer hatte bei seinen Recherchen festgestellt, es sei ausreichend, eine Befugnis zu erteilen, dass man im entsprechenden Waldstück auch abseits der offiziellen Waldwege fahren dürfe.

Diese rechtliche Frage soll nach dem einstimmigen Urteil des Jugendhilfeausschusses nun die Verwaltung klären. Am Ende ist es dann dem am 13. März tagenden Bau- und Verkehrsausschuss vorbehalten, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Dessen Vorsitzender Michael Hinke hatte sich am Rande der Debatte verwundert über einen Antrag der Freien Wähler gezeigt. Wie berichtet, war darin offiziell die rechtliche Umwidmung der aktuellen Strecke oder die Herrichtung eines benachbarten Spielplatzes als Alternativ-Parcours gefordert worden. Hinke: "Schon bei den vorherigen Beratungen im Bauausschuss bestand über diese Vorschläge Einigkeit. Eines speziellen Antrags hätte es nicht bedurft."

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Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2014
Dokument erstellt am 24.02.2012 um 21:46:18 Uhr
Letzte Änderung am 24.02.2012 um 21:53:29 Uhr

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