Bad Salzuflen-Holzhausen. Politik und Stadtverwaltung atmen tief durch. Der Wasserschaden im Holzhauser Kindergarten "Abenteuerland" scheint nicht so schwerwiegend, wie es zunächst den Anschein hatte. Da eine defekte Leitung in der Bodenplatte des Gebäudes als Ursache lokalisiert werden konnte, dürfte die Versicherung einspringen.
Die jüngsten Erkenntnisse rund um die "PariSozial"-Einrichtung in der Grützestraße wurden am Donnerstagabend im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Demnach hat ein Gutachter in der vergangenen Woche Proben genommen und war dabei schnell auf besagte Leitung gestoßen. "Eine Fachfirma hat anschließend versucht, eine Druckprobe durchzuführen. Das musste aber abgebrochen werden, da die Wasserleitung offenbar zu marode ist", erklärte Heidrun Stahl vom Hochbauamt der Stadt. Die nächste Aufgabe bestehe darin, die schadhaften Stellen genau zu orten und zu reparieren. Bei Erfolg könne die teilweise feuchte Bodenplatte dann getrocknet werden. "Damit wäre der Kindergarten wieder uneingeschränkt nutzbar", betonte Heidrun Stahl.
Aus dem Ausschuss gab es kritische Nachfragen, warum der Kindergarten nicht bereits nach einem ersten Wasserschaden vor eineinhalb Jahren umfassend untersucht worden sei. Fachbereichsleiter Edmund Welslau betonte, die Stadt sei erst nach dem jüngsten Zwischenfall ins Boot geholt worden. Mittlerweile sei ein Luft-Gutachten in Auftrag gegeben worden, um eine Gesundheitsgefährdung für die rund 70 Kinder und die Mitarbeiterinnen ausschließen zu können. Das Ergebnis werde in 14 Tagen erwartet.
Nach den bisherigen Erkenntnissen sei es nicht notwendig, den gesamten Kindergarten für die Sanierung zu räumen. "Eventuell könnte es sein, dass während der Trocknung der Bodenplatte mal ein oder zwei Gruppen ausgelagert werden müssen", betonte Edmund Welslau. Die bisherigen Gespräche über mögliche Ausweichquartiere in Holzhausen seien jedoch sehr vielversprechend verlaufen. "Es sind verschiedene Alternativ-Lösungen denkbar", sagte der Fachbereichsleiter vor dem Ausschuss.(bas)