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22.08.2013
BAD SALZUFLEN
Staatsbad-Geschäftsführer weist Kritik an Sperrung des Kurparks für Sonderkonzert scharf zurück
"Feuerwerksmusik" lässt nicht alle strahlen
VON STEFAN BACKE

Bad Salzuflen. Wie beim Bombenalarm sei der Kurpark am vergangenen Samstag von Besuchern gereinigt worden, beschwert sich ein Urlauber. Kurdirektor Wilfried Stephan ist empört - kann aber vereinzelten Ärger verstehen.

Anlass zur Kritik war das Konzert des "Pannonia Orchesters" in der außenliegenden Muschel an der Konzerthalle. Während ab 19.30 Uhr 150 Zuhörer den klassischen Klängen - darunter die "Feuerwerksmusik" von Händel - lauschten und am Ende ein Feuerwerk bestaunten, gab es am Eingang lange Gesichter. Denn wegen der Veranstaltung war der Kurpark abends gesperrt. Hinein durfte nur, wer statt des normalen Eintritts den Konzertpreis von 19 Euro zahlte. Auch Inhaber von Gästekarten durften nicht wie gewohnt umsonst flanieren.

"Sie hätten sehen sollen, wie  Scharen von Menschen wutentbrannt mehr oder weniger lautstark schimpfend dem Eingang den Rücken kehrten", schreibt ein Wochenend-Besucher aus Hamm in einem offenen Brief an Kurdirektor Wilfried Stephan. "Bodyguards"  hätten die Sperrung kontrolliert. Wer die Zahlung des Zusatzbeitrages nicht habe nachweisen können, sei am Spätnachmittag aus dem Park verwiesen worden.

Die beiden letzten Vorwürfe bezeichnet der Angesprochene auf Nachfrage der LZ als unverschämte, falsche Unterstellung. "Wir jagen doch niemanden weg. Wer Glück hatte und schon im Kurpark war, der durfte auch beim Konzert bleiben", betont Wilfried Stephan. Beim angeblichen "Bodyguard" habe es sich um den Wachmann gehandelt, der auch sonst abends für Ordnung im Kurpark sorgen würde, wenn die Kassenhäuschen normalerweise nicht mehr besetzt seien.

Er könne verstehen, dass Kurgäste nicht erfreut seien, wenn der Kurpark geschlossen sei. "Aber die Möglichkeit einer Sperrung für Sonderveranstaltungen steht auf den Gästekarten. Das muss man dann mal akzeptieren." Auf "ein bis zwei pro Jahr" bezifferte Wilfried Stephan die Zahl der Sonderkonzerte in der Muschel, die einen deutlichen Mehrwert bedeuten würden. Beispielsweise bei der dreitägigen Veranstaltung "Garten & Ambiente" könnten Kurgäste aber auch durchaus profitieren. Dann müssten diese nicht den eigentlich höheren Eintritt zahlen, sondern könnten mit der Gästekarte umsonst das Kassenhäuschen passieren.

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Dokument erstellt am 21.08.2013 um 22:11:58 Uhr

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Kommentare
Das Konzert war nicht nur ein Ärgernis für die ausgesperrten Kurgäste, sondern dürfte auch für den Veranstalter ein finanzielles Fiasko gewesen sein.

Lt. Hinweis auf den Plakaten (begrenzte Platzzahl) hat man wohl gedacht, es kämen 1200 Leute (= Kapzität Konzertsaal), tatsächlich erschienen lt. LZ nur 150, ergibt also rund 20.000 Euro Mindereinnahme.

Selbst wenn man bei 50 % Belegung (Ist = 12,5 %) die Kosten (Orchester, Feuerwerk, Plakat- und Ticketdruck, Wachpersonal usw.) gedeckt hätte, ergbt sich immer noch ein Verlust von rd. 10.000 Euro, finanziert über Kurtaxe?. Salzuflen läßt es sich kräftig etwas kosten, die Kurgäste zu verärgern.

Die Aussage des Kurdirektors, es habe sich nur um einen Wachmann gehandelt, ist unzutreffend. Es waren zumindest Wachleute, zusätzlich zu den normalen Kassendamen.

Wenn es um die Vermittlung von Kulturgut gegängen wäre, hätte man den Park ja nach 20 Uhr freigeben können. Damit wären weniger Kurgäste über die Sperrung verärgert und vielleicht sogar einige neue Fans für die angebotene Musikrichtung gewonnen worden.

Macht Doch mal Pro und Contra , möchte mal wissen was unterm Strich rauskommt .
Dann heißt es Schadensbregrennzung:
(Nachbessern)

@ Musikliebhaber
Wer schöner ist als die andern , ist noch nur geschminkt

Auf die "Bad-Salzuflen-Miesmacher" hab ich gewartet... egal, was passiert: es wird gemeckert.
Verbreitet doch lieber die positive Meldung: In Bad Salzuflen gibt es mehr als nur die üblichen Kurkonzerte. Bad Salzuflen renoviert die Innenstadt und die wichtigen Kuranlagen.
Das eine Mehrleistung dann auch etwas mehr kostet, ist doch wohl logisch.
Mit dem ewigen Gemecker schadet ihr Euch und Eurer Stadt. (Und ja, ich habe das Konzert genossen und den Eintritt gern bezahlt. Als Detmolder.)

das wird bestimmt eine super Werbung für unsere "super" Gäste und Familienfreundliche Stadt, nur so weiter machen dann ist niemand mehr da, der durch den Neubau der neuen Fußgängerzone geht, aber was will man anders erwarten



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