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02.02.2012
BARNTRUP
Planungsausschuss spricht sich für Erweiterung des Erholungsgebietes aus
Mit Ausbau Tourismus fördern
VON KARL-HEINZ KRULL

Soll auch so bleiben | Foto: Krull

Barntrup. Der Planungsausschuss hat dem Rat eine Flächenplannutzungsänderung zur Erweiterung des Erholungsgebietes neben dem Campingplatz empfohlen. Bedenken des Kreises wurden zurückgewiesen.

Die Stadt Barntrup will auf den Campingplatz nicht verzichten und hält seinen Ausbau, für eine große Chance zur Förderung ihrer touristischen Attraktivität. Dennoch stößt die dazu notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes auf Bedenken. Ob Schattenwurf und Nährstoffentzug auf anliegenden Ackerflächen oder Beeinträchtigung des Biotops Bega/Hahnebach - die Mitglieder des Planungsausschusses hatten es bei der erneuten Beratung über die Änderung des Flächennutzungsplanes insbesondere mit Einwänden der Landwirtschaftskammer und des Kreises Lippe zu tun.

Die Landwirtschaftskammer will, dass der erforderliche Abstand zu den Ackerflächen eingehalten wird und "niedrig wachsende Arten" von Bäumen und Hecken zum Ausgleich angepflanzt werden. Kein Problem, die Abstände würden natürlich eingehalten und einem möglichen Schattenwurf und Nährstoffentzug stehe ja auch ein Erosions- und Bodenschutz gegenüber, merkte die Verwaltung an.

Die Mitglieder des Planungsausschusses folgten ihr in diesem Punkt ebenso wie bei einer weiteren Stellungnahme zu den Einwände des Kreises. Der hatte beispielsweise "weiterhin grundsätzliche Bedenken gegen die Ausweisung von Bauflächen im Auenbereich von Bega und Hahnebach", angemeldet. Aus landschaftlicher Sicht solle die Fläche der ehemaligen Tennisplätze, die als Sondergebiet Campingplatz ausgewiesen sei, wieder zurückgebaut und der Bachaue zugeordnet werden.

Die Umgebung des Hahnebaches sei bereits jetzt von den Einrichtungen des Campingplatzes beeinträchtigt, auch die Ausweisung als Sondergebiet sei schon in den alten Plänen so vorgesehen. In unmittelbarer Nähe zum FFH-Gebiet Begatal seien außerdem keine Bauflächen vorgesehen, hatte die Verwaltung die Bedenken des Kreises zurückgewiesen. Die Mitglieder des Planungsausschusses schlossen sich dieser Meinung einstimmig an und empfahlen dem Rat die Nutzungsplanänderung so zu beschließen. Am Ende wird dann die Bezirksregierung die Änderung genehmigen müssen.


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