Barntrup-Sonneborn. Was die Entwicklung der Landwirtschaft für die Imker bedeutet, darüber hat Waldemar Bierbaum als Redner während der Mitgliederversammlung des Imkervereins Begatal-Barntrup gesprochen. Bierbaum ist Imker aus Lage und Marktbeschicker für "Lippequalität", einem Gütesiegel für lippische Betriebe.
Er sprach vom Bienensterben und den sich daraus ergebenden weitreichenden Folgen für die Natur und den Menschen. Die Landwirtschaft müsse umdenken. Monokulturen mit Mais für Biogasanlagen könnten teilweise durch andere Pflanzen ersetzt werden, die den Bienen eine Zukunft geben könnten. Spritzmittel, die neuerdings aus Nervengift hergestellt werden, schadeten den Bienen erheblich. Bei falschem Einsatz schafften es die fleißigen Insekten nicht einmal mehr bis zu ihrem Bienenstock und sterben unterwegs.
Auch über die Sperrbezirke in Blomberg, die wegen des Ausbruchs der amerikanischen Faulbrut eingerichtet wurden, wurde gesprochen. Sie sollen vielleicht schon bald wieder aufgehoben werden. Allerdings scheinen die Erreger nach Beobachtungen des Imkervereins aggressiver geworden zu sein. Daher sollten die Sperrbezirke noch bestehen bleiben, um weitere Untersuchungen vornehmen zu können.
Vorsitzender Albrecht Strate berichtete von einer gemeinsamen Fahrt mit den Imkern aus Bad Pyrmont, die nach Weimar ins Bienenmuseum führte. Die Versammlung beschloss außerdem, den Jahresbeitrag auf zwölf Euro zu erhöhen. Die Imker erwarten auch einen Anstieg der Honigpreise.(TM)







