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28.01.2013
BARNTRUP
Laientheater Barntrup landet Volltreffer
Komödie "Keine halben Sachen"
VON SYLVIA FREVERT

Auch irmgard mischt sich ein... | Foto: Frevert

Barntrup. Einen entspannenden und erholsamen Urlaub vom Alltag verspricht das Programmheft des Laientheaters Barntrup. Das Stück "Keine halben Sachen" hielt zur Premiere am Samstag dieses Versprechen.

Der Saal im Haus der Begegnung war restlos ausverkauft. Immer wieder, vor allem im zweiten Akt, gab es spontanen Zwischenapplaus für die Schauspieler. Werner Pfeiffer, Regisseur und Gründer des Laientheaters: "Wir haben noch am Premierenabend viele zufriedene Stimmen gehört".

Zufrieden - das waren auch die Schauspieler nach der abendfüllenden Komödie mit zwei Stunden reiner Spielzeit. Pfeiffer: "Das Ensemble hat ein gut gespieltes Stück fast fehlerfrei geliefert" - und es verstanden, das Publikum zu fesseln, obwohl das neue Stück "nicht à la Slapstick einen Kracher nach dem anderen liefert."

Vielmehr lebt die Komödie vom Wortwitz und den Verwicklungen, die sich im Verlauf der Geschichte entwickeln. So geht es irgendwann nicht mehr nur um das vom Konkurs bedrohte Hotel-Restaurant "Feuerqualle", geführt vom leicht altmodisch angehauchten Ehepaar Diekmann. Vielmehr entspinnt sich aus der Liaison von Hotelierstochter Ina mit dem Koch Tobias vom Konkurrenz-Unternehmen "Strandpirat" ein weiterer Fallstrick. Zwischendurch fragt sich nicht nur der verliebte Koch, sondern auch sein Bühnen-Papa: Ist das Zufall, oder alles irgendwie Schicksal?

Hotelbesitzer Henning Diekmann - in verzweifelter Lage in mehrfacher Hinsicht. Anke, seine Frau - sehr besorgt aus verschiedenen Gründen. Hinnerk Lührs, Chef vom "Strandpirat", dem nicht nur seine Angestellten nachsagen: "Du bist und bleibst ein absoluter Dreckskerl". Diese Kombination der Hauptcharaktere wird im Verlauf der Geschichte immer mehr zum "starken Tobback", wie Hotelangestellte Melanie Struve, eigentlich skrupellos, aber zunehmend verschreckt, feststellen muss.

Für den Schuss Slapstick sorgen die treuen Feriengäste Lisa und Irmgard, die mit einer Mischung aus Miss-Marple-Pfiff und "Pittiplatsch"-Gemüt aufwarten. Wenn Irmgard, temperamentvoll gespielt von Laientheater-"Urgestein" Gisela Rausch, die Bühne betritt, wird es bunt und brüllend komisch.

Aber weil man nur selten weiß, wem man eigentlich trauen kann – bleibt in dieser wendungsreichen Komödie bis zum Schluss spannend, wie und ob die beiden rivalisierenden Gastwirte ihr jeweiliges Ziel erreichen werden. Sieben weitere Aufführungen sind für Februar und März geplant. Unter www.laientheater-barntrup.de sind Spieltermine und -orte aufgeführt.


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