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22.08.2013
BARNTRUP
Einbrecher verwüsten das Gymnasium
Stadt Barntrup setzt Belohnung für Hinweise auf die Übeltäter aus
VON KARL-HEINZ KRULL

Begutachtet die Schäden | Foto: Krull

Barntrup. Zerstörungen am und im Gymnasium bringen Bürgermeister Herbert Dahle in Rage. Durch ein nicht komplett verriegeltes Fenster gelangten Unbekannte in die Räume und hinterließen eine Spur der Verwüstung.

"Man bemüht sich, alles in Ordnung zu halten und dann das…", sagt Dahle und zeigt schon am Eingang zum Fachklassentrakt auf die verschmierten Eingangstüren. Dahinter kommt es schlimmer: Angebrannte Schülerarbeiten, die die Wände geschmückt haben, sowie Reinigungs- und Entsiegelungsmittel wurden  großflächig auf den Gängen verteilt.

Die Kamera vor der Toilette ist durch Papier außer Gefecht gesetzt worden - die Einbrecher scheinen sich offensichtlich ausgekannt zu haben. Drinnen wurde mit Toilettenpapier und Papierhandtüchern ein Feuer entzündet, weiteres Papier mit Reinigungsmitteln fest auf den Boden gepappt.

Auf dem Dach sind Oberlichter angekokelt, Blitzschutzleitungen oder Dachabläufe zerstört und Lüftungsabdeckungen herausgerissen. "Das wird dann teuer", stellt der Bürgermeister fest. 1.000 Euro Belohnung hat die Verwaltung auf die Ergreifung der Täter ausgesetzt, weil, so sagt Herbert Dahle: "Es kann nicht sein, dass Leute mit klarem Verstand so etwas machen." Es sei ja nicht das erste Mal, dass etwas zerstört werde, in den vergangenen Monaten seien in der Großgemeinde Barntrup Schäden in Höhe von etwa 30.000 Euro angerichtet worden.

Die einzelnen Fälle hat Herbert Dahle aufgelistet, und mit einem spürbar "dicken Hals" zählt der Bürgermeister zerschlagene Scheiben am Busbahnhof, zerstörte Fahrradständer am Freibad Alverdissen, zertretene Gitter am Windmühlenstumpf oder angebrannte Kunststoffbänke auf. "Ich kann nur die Barntruper Bevölkerung bitten, die Augen aufzuhalten. Das sind meine und ihre Steuergelder, die wir für die Reparaturen einsetzen müssen", appelliert er.

Mark Langanke, der stellvertretende Hausmeister, sieht sich inzwischen den Boden an. "Ob wir das nochmal sauber kriegen, weiß ich nicht. Das hat sich hier ins Linoleum eingebrannt und das können wir ja nicht austauschen", stellt er fest. Überhaupt seien die Verwüstungen auch eine "Unverschämtheit gegenüber den Reinigungskräften, die die Schweinerei wieder wegmachen müssen", fügt Dahle hinzu.

Der Bürgermeister hofft, dass sein Appell an die Bevölkerung Erfolg hat. Man habe schon einige Übeltäter erwischt und wer jetzt schon wieder behaupte, die seien sicher aus dem Kinderdorf gekommen, der liege falsch, merkt Dahle noch an: "Die, die wir zuletzt erst gepackt haben, kamen aus einer ganz anderen Ecke."


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