Blomberg. Die Verkehrsbelastung auf der Straße Feldohlentrup nimmt immer mehr zu. Vor allem Brummis nutzen die K73 in verstärktem Maße. Die Anwohner sind deshalb alles andere als begeistert.
Donnerstagvormittag kurz nach 9 Uhr - Ortstermin. Gisela Eikmeier verlässt ihre Wohnung, um zu demonstrieren, um was es den Anwohnern entlang der Straße Feldohlentrup geht – in erster Linie um den Straßenlärm, hervorgerufen durch Lastwagen. Innerhalb von gerade mal zehn Minuten passieren sechs Brummis das Haus, in dem Gisela Eikmeier wohnt.
Der Lärm, den die einzelnen Kolosse dabei verursachen, ist so groß, dass sich die Blombergerin die Ohren zuhalten muss. "Das geht hier Tag für Tag so. Für uns ist inzwischen der Punkt erreicht, wo wir sagen, so kann es auf Dauer nicht mehr weitergehen." Nach dem Abzug der Holländer und der Gründung des Nederlandparks habe der Lkw-Verkehr sehr stark zugenommen.
Aber auch Tochter Anja Eikmeier führt weitere Argumente ins Feld: "Auf der Straße wird teilweise viel zu schnell gefahren. Hinzu kommt auch noch die zunehmende Vermüllung der Landschaft. Es gibt mittlerweile viele Lkw-Fahrer, die hier ihre Fahrzeuge parken und einfach ihren Abfall hinterlassen."
Beide Frauen wissen sehr wohl, dass beispielsweise auch der Bereich Flachsmarkt sehr stark durch den Straßenverkehr belastet ist. Das dürfe aber nicht dazu führen, dass die rund 60 Anwohner im Bereich Feldohlentrup alles hinnehmen müssten.
Gisela und Anja Eikmeier plädieren dafür, die Straße Feldohlentrup für den Schwerlastverkehr zu sperren. "Die Brummis könnten stattdessen die Straße ,Auf den Kreuzen‘ nutzen und gelangen dann auch auf die Nederlandstraße, wenn sie ins dortige Industriegebiet wollen. Wir hätten dann aber wieder unsere Ruhe hier."
An ein Durchfahrtsverbot sei noch nicht gedacht worden, so Bürgermeister Klaus Geise auf Anfrage. Da es sich um eine Kreisstraße handele, müsste das aber ohnehin mit dem Kreis Lippe besprochen werden. "Es wird über Veränderungen in dem gesamten Bereich nachgedacht, so über einen Kreisel an der großen Kreuzung B1/Feldohlentrup." Man habe dem Landesbetrieb Straßen.NRW Ende 2011 ein ganzes Paket mit Anträgen und Vorschlägen zukommen lassnen. Die dortige Behörde werde Verkehrszählungen vornehmen und alles auswerten.
Geise: "Deshalb wäre jetzt der richtige Zeitpunkt für die Bürger, sich bei uns mit Vorschlägen zu melden. Die würden wir dann sammeln und an den Landesbetrieb Straßen.NRW zur Prüfung weitergeben."
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