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28.01.2012
BLOMBERG
Stadt Blomberg will Konzentrationsflächen für Windräder ausweisen
Einzelanlagen sollen verhindert werden
VON MARIANNE SCHWARZER

Blomberg. Wo im Blomberger Stadtgebiet können neue Windkraftanlagen entstehen? Das will die Stadt herausfinden: Sie hat Fachplaner Jürgen Bölte aus Sennestadt mit einer Flächenpotenzialanalyse beauftragt.

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses erläuterte der Ingenieur den Politikern, was es alles bei der Aufstellung von Windrädern zu bedenken gilt. Denn es müssen Mindestabstände eingehalten werden: Nicht nur von Wohnbebauung und Siedlungsstrukturen, sondern auch von bestimmten Straßen, Bahnlinien, Flugplätzen wie dem Segelflugplatz Borkhausen und natürlich von Stromleitungen. Hang- und Talbereiche schließen sich von selbst aus, weil Windkraftanlagen in der Regel auf freier Fläche oder Anhöhen am effektivsten arbeiten.

Darüber hinaus gilt es natürlich auch, die Natur zu schützen. Brutplätze empfindlicher Vogelarten brauchen einen Abstand von mindestens einem Kilometer, dasselbe gilt für Schlafplätze von bestimmten Greifvogelarten. Auch zu Vogelschutzgebieten oder Naturschutzgebieten sind Mindestabstände vorgeschrieben.

Planer Jürgen Bölte hat begonnen, nach und nach all diese Einrichtungen mit den entsprechenden Mindestabständen in eine Karte vom Stadtgebiet einzutragen. Per Beamer warf er das Ergebnis an die Wand, und die Politiker konnten nachvollziehen, wie immer mehr mögliche Flächen für Windkraftanlagen von der Karte verschwanden. Am Ende blieben wenige weiße Flecken auf der Karte zurück, wo der Bau von Windrädern theoretisch möglich wäre. "Ich war auch ganz enttäuscht", erklärt Fachbereichsleiter Frank Bischoff dazu, "Ich hätte wirklich erwartet, dass wir mehr Potenzial hätten."

Das Problem: Die Stadt will Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen ausweisen, um zu verhindern, dass die gesamte Landschaft "verspargelt wird". Allerdings wird "eine Mindestanzahl von drei räumlich benachbarten Windkraftanlagen als Voraussetzung für die Darstellung einer Konzentrationszone definiert", gibt der Planer zu bedenken.

Bölte geht von einem Platzbedarf von mindestens 30 Hektar aus. Genügend Platz dafür findet sich hauptsächlich im Norden des Stadtgebietes. Der Windkrafterlass des Landes NRW räumt ausdrücklich von Bürgern oder Kommunen errichteten Windkraftanlagen den Vorrang ein. Das liegt auch im Interesse der Stadt: "Wir möchten nicht, dass sich hier Großkonzerne breit machen. Die Bürger vor Ort sollen profitieren", betont Bischoff.

Noch ist die Auswertung nicht beendet. Die Stadt will jetzt die in Frage kommenden Flächen genauer unter die Lupe nehmen. Dazu gehört auch die Frage der Eigentumsverhältnisse.



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