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28.01.2012
BLOMBERG
Doppelter Abi-Jahrgang sorgt sich um Studienplatzangebot
Landtags-Vizepräsidentin räumt "dickes Problem" ein

Intensiver Austausch | Foto: Blum

Blomberg. Schule statt Plenarsaal: Am Freitag hat Carina Gödecke (SPD) dem Blomberger Hermann-Vöchting-Gymnasium (HVG) einen Besuch abgestattet. Ziel: der ungezwungene Austausch mit den Schülern über Politik.

Die Landtags-Vizepräsidentin war der Einladung der Sozialwissenschaftskurse der Jahrgangsstufe zwölf gefolgt. Diese hatten die Idee, einmal einen Politiker "live" in den Unterricht zu holen, um ihre Fragen von Angesicht zu Angesicht stellen zu können. Möglich gemacht wurde dieser Wunsch durch das Programm "Landtag in der Schule", für das sich das HVG erfolgreich beworben hatte.

Als Carina Gödecke in Begleitung des lippischen Landtagsabgeordneten Jürgen Berghahn (SPD) das Gymnasium betrat, herrschte sofort respektvolle Stille. Mit ihrer authentischen Ausstrahlung brach Gödecke jedoch schnell das Eis. "Ich duze euch ja schon die ganze Zeit, ich hoffe ihr habt nichts dagegen", scherzte die in Hessen geborene Politikerin. Nach einem kurzen Vortrag über den Arbeitstag der Vizepräsidentin im Nordrhein-Westfälischen Landtag, griffen Sina Pilgrim und Franziska Siegert als Sprecher ihrer Kurse zu den Fragezetteln. Neben der Energiepolitik und anderen aktuellen Themen brannten den Schülern vor allem Fragen rund um das Thema "Bildung" unter den Nägeln.

"Wir gehören zu den doppelten Abiturjahrgängen, und ich würde gern wissen, was die Landesregierung tut, um für ausreichend Studienplätze zu sorgen", lautete eine Frage an Carina Gödecke. "Es ist leider wahr, dass wir hier ein dickes Problem haben", räumte diese ein. "Die Maßnahmen hätten viel früher anlaufen müssen. Sie gehören zu einem Jahrgang, der darunter leiden wird, und Sie haben das Recht, sich über diese Situation bei den Politikern zu beschweren." Mit dem Neubau von Fachhochschulen und zusätzlichem Geld für die Unis versuche man zur Zeit, die Lage zu verbessern.

Ein Punkt der die Schüler des HVG ebenfalls bewegt, ist der Fall "Arzu Özmen" (die LZ berichtete). "Was kann die Landesregierung unternehmen, um solche 'Ehrenmorde' zu verhindern?", wollte ein Schüler wissen. "Eines muss klar sein: Einen Ehrenmord gibt es nicht, denn das ist eine Vokabel, die verharmlosend wirkt", sagte Gödecke. Ein Staat werde solche Taten nie zu 100 Prozent verhindern können. "Aber wir können aufklären und gute Integrationspolitik leisten", sagte die 54-jährige studierte Lehrerin. Nach rund zwei Stunden waren alle Fragen beantwortet. "Ich bin positiv überrascht von dem Besuch", resümierte Teilnehmerin Anna-Lena. (jub)


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