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14.02.2012
BLOMBERG
Neuer Phoenix-Personalchef über den Wert der Mitarbeiter
VON MARIANNE SCHWARZER

Der neue "Personaler" | Foto: privat

Blomberg. Phoenix Contact vergrößert stetig seinen Personalstamm. Nachdem Personalchef Bernd Richter das Unternehmen der Liebe wegen verlassen hat, ist Klaus Lütkemeier auf seinen Platz gerückt.

Sein freundlicher Händedruck, der offene Blick und die angenehme Stimme, gepaart mit leichter Zurückhaltung, lassen es erahnen: Wie sein Vorgänger ist auch Klaus Lütkemeier kein Mensch, der sich in den Vordergrund drängt. Dabei ist sein Job beim Blomberger Elektronikhersteller eine echte Herausforderung: Denn Phoenix Contact wächst stetig und versucht ständig, sich die besten Fachkräfte der Branche zu sichern.

Info
Persönlich:
Klaus Lütkemeier ist in Paderborn geboren und dort aufgewachsen. Er hat seine Karriere als Industriekaufmann bei Benteler in seiner Heimatstadt begonnen, sich nebenberuflich zum Personalfachkaufmann weitergebildet. Bei der Gelegenheit hat er übrigens Bernd Richter kennengelernt. Nach seinem Abschluss war er sechs Jahre lang Personalchef des Bonifatius-Verlages, der damals 250 Mitarbeiter hatte und unter anderem die Kirchenzeitschrift "Der DOM" herausgibt. 1996 wechselte er zu Phoenix Contact. Er ist verheiratet, hat zwei Töchter im Alter von 7 und 12 Jahren, liebt Musik und lebt in Bad Lippspringe.

Gute Mitarbeiter sind wertvolles Kapital für solch ein international operierendes Unternehmen. Und darum steht auch auf der Visitenkarte des "Neuen" nicht etwa Personalchef, sondern "Human Resources Management". Dahinter verbirgt sich eine 45-köpfige Abteilung, die sich um Rekrutierung, Personalsachbearbeitung und Gesundheitsförderung kümmert.

Der 46-jährige Paderborner Klaus Lütkemeier arbeitet seit 1996 bei Phoenix Contact, seit 2001 allerdings als Vertreter von Bernd Richter. Jetzt ist er selbst der Chef - nach dem Geschäftsführer Personal, Prof. Gunter Olesch, versteht sich.

Besonders hohen Stellenwert in seinem Job hat die Suche nach qualifiziertem Personal. Klaus Lütkemeier ist längst nicht bei jedem Bewerbungsgespräch dabei - wie denn auch: "Wir bekommen pro Monat 500 bis 1.000 Bewerbungen", schätzt er, und allein im vergangenen Jahr hat das Unternehmen mehr als 500 neue Mitarbeiter eingestellt.

Was übrigens nicht heißt, dass pro Monat tatsächlich bis zu 1.000 Bewerbungsmappen auf die Tische der Personalabteilung kommen. Das meiste läuft elektronisch: "65 Prozent der Bewerber melden sich online bei uns", erzählt Lütkemeier. Das macht die Sache für das Unternehmen deutlich effektiver, weil niemand mehr mühsam alle Unterlagen einscannen muss, um sie digital an die Beteiligten weiterzumailen. "Alles ist wie bei einer Bewerbung auf Papier - nur, dass ich mich von der Mappe an sich lösen muss."

Bei aller Rationalisierung gilt es, gut durchzuorganisieren: "Bei uns haben die einzelnen Fachabteilungen feste Personalreferenten." Und die sind bei Bewerbungsgesprächen ebenso dabei wie die direkten Vorgesetzten in spe. Und wie läuft so ein Bewerbungsprozedere?
"Stressinterviews finden bei uns nicht statt, wir führen wertschätzende Bewerbungsgespräche", berichtet Klaus Lütkemeier.

Und zwar meist zwei: "Nach dem ersten können beide Seiten überlegen, ob sie noch Interesse haben. Wenn das der Fall ist, bitten wir ihn, eine kurze Präsentation für das zweite Gespräch vorzubereiten. Das könne je nach Qualifikation fach- oder personenbezogen sein, "es geht auf jeden Fall darum, dass sich der Bewerber präsentieren kann und wir die Gelegenheit haben, uns noch einen näheren Eindruck zu verschaffen." Oberstes Prinzip: Bei einer Einstellung muss Einstimmigkeit herrschen. "Und meistens ist es ganz gut, noch einmal darüber zu schlafen."

Damit hat der neue Ressourcen-Manager nur einen Bruchteil seiner Aufgaben beschrieben. Was hat er vor in den kommenden Jahren? - Er überlegt einen Moment: "Ich glaube, die größten Herausforderungen sind die demographische Entwicklung, die zunehmende Digitalisierung und die Globalisierung." Oberstes Ziel sei jedoch, ein guter Arbeitgeber zu sein.



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