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25.02.2012
BLOMBERG
Der neue Wirt des Gasthofs "Marpetal" stößt auf Skepsis
Peter Tappe muss sich erst mal mit den Großenmärpern zusammenraufen

Musste sich erklären: Peter Tappe stellt sich den Teilnehmern des Dorfausschusses vor. | Foto: Blum

Blomberg-Großenmarpe. Der neue Pächter des Gasthofs "Marpetal", Peter Tappe, hat sich in der jüngsten Dorfaussschusssitzung den Dorfbewohnern vorgestellt. Allerdings hatten diese keinen roten Teppich für ihn ausgerollt.

Wie die LZ berichtete, hatte das Wirtsehepaar Rosi und Günter Zwingelberg nach 33 Jahren den Pachtvertrag mit der Stadt als Eigentümerin des "Marpetal" einvernehmlich aufgelöst. Die Verabschiedung fiel wegen Krankheit der Wirtin kürzer aus als geplant: Die Präsentübergabe fand quasi an der Theke statt, weil Günter Zwingelberg alle Hände voll zu tun hatte.

Mit dem Barntruper Peter Tappe hatte die Blomberger Immobilienverwaltung (BIG) schnell einen Nachfolger gefunden. Nun stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an: In das "Marpetal" will Tappe über 200.000 Euro investieren. Bis Ostern soll die Sanierung abgeschlossen sein, berichtete er den Dorfbewohnern.

Da der Saal der Gaststätte als Dorfgemeinschaftshaus dient, laufen die Umbauarbeiten in Kooperation mit der Stadt. "Mir ist bewusst, dass mich hier eine Riesenaufgabe erwartet", erklärte Peter Tappe in seiner Vorstellungsrede. Von seinem Konzept, das "Marpetal" montags und dienstags nicht zu öffnen, sind die Einwohner allerdings wenig angetan. Viele sehen das Vereinsleben und die Gemeinschaft in Gefahr. "Ich glaube, Sie interessiert das Tagesgeschäft gar nicht. Sie wollen ihre Events durchziehen und mit dem großen Saal Geld verdienen", ließ ein sichtlich zorniger Dorfbewohner Peter Tappe wissen. Der wehrte sich: "Das stimmt nicht, denn wenn das so wäre, hätte ich nicht bereits Servicekräfte für genau diesen Bereich eingestellt", entgegnete der Gastronom. "Ich bin für jede Schandtat zu haben, aber ich werde nicht sieben Tage die Woche hinter der Theke stehen", fügte Tappe an.

Kurz bevor die Stimmung in der Sitzung zu kippen drohte, ergriff Peter Ahnert, Vorsitzender des Turnvereins Großenmarpe/Erdbruch, das Wort. Sachlich, aber bestimmt, wandte er sich an Tappe: "Wenn wir Sie unterstützen sollen, dann reden Sie mit den Vereinen über ihre Pläne." Tappe fing den Ball dankbar auf und einigte sich mit den Großenmärpern auf einen "Runden Tisch" am 8. März.

"Wenn alle an einem Strang ziehen, ist die Gastronomie in Großenmarpe über Jahrzehnte gesichert, und das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr", betonte Bürgermeister Klaus Geise. Am 12. April tagt die Dorfgemeinschaft erneut. Auch dann soll Peter Tappe mit am Tisch sitzen.

Kommentare
Also ich halte es schon für wahrscheinlich, dass sich die 200000€ mittelfristig rentieren werden.
So könnte der Saal dort in umgestalteter Form ein durchaus geeigneter Ort für größere Events darstellen, siehe z.B. die Abiparty am Freitag.

Zudem stellt das Marpetal dann vielleicht auch eine echte Alternative zum Hochzeiten feiern o.ä. gegenüber der Schießhalle, die seit kurzem in ihrer Vermietung stark verteuert wurde.

Der neue Pächter steht nun also vor der Aufgabe Dorfkneipe und Eventstandort unter einen Hut zu bringen. Kann mir aber durchaus vorstellen, dass dies gelingt.

Und die Frikadellen werde ich auch vermissen

@Mike Rogers:

Ich gebe Ihnen Recht, aber leider ist es hier allgemein üblich, anonym zu posten. Von dementsprechender "Qualität" sind denn auch die Beiträge hier ...

Ich finde es sehr mutig von Herrn Tappe, 200.000€ ins "Marpetal" zu investieren. Mir ist nur ein Rätsel, wie sich diese Summe jemals amortisieren soll ...

Eins vorweg: anonyme Kommentare zeugen davon, das man keine ...in der Hose hat, sondern Christbaumkugeln..und nun zum Thema: das Ausschreibungsverfahren habe ich wahrscheinlich überlesen (oder fand keine öffentliche Ausschreibung statt ???).die Pachtzeit (angeblich 20 Jahre) ist auch nicht ohne,aber was mich als Bürger der Großgemeinde Blomberg stört das eine größenteils funktionierende Dorfgastronomie von Ausschußmitgliedern bestimmt wird, die entweder garnicht in Großenmarpe wohnen ODER noch nie im "Marpetal" waren.Die Frikadellen werde ich jedenfalls vermissen...

Für das Geld sollte sich der Mann was Schönes kaufen,statt es für solche Dorftrottel auszugeben ! Hoffentlich merkt er noch rechtzeitig,was das für ein Fehler würde.

Auf welchem Stern leben denn die Großenmärper? Überall sterben die Dorfkneipen und dort muss ein neuer Betreiber betteln? Die sollten nicht nur einen roten Teppich ausrollen, sondern dem Neuen auch die Füße küssen und dankbar sein!



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