Blomberg (mab). "Es gibt Tage, da müsste man die Welt anhalten." Dr. Werner Best schwärmt immer noch von seinem Fund aus der Werburg in Spenge. Dort hat er ein spätgotisches Pilgerzeichen aus Blomberg gefunden.
Nach Angaben des Archäologen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) haben die dortigen Grabungen insgesamt 17 Jahre gedauert. "Kurz vor Toresschluss fiel uns dabei das Pilgerzeichen in die Hände, das ab 1460 in Blomberg ausgegeben wurde."
Darauf zu sehen sind ein Brunnen und mehrere runde Hostien (
die LZ berichtete). Allerdings habe sich das Fundstück erst in den Werkstätten des Landschaftsverbandes als das entpuppt, was es ist - eine kleine archäologische und kulturhistorische Sensation.
Es lasse nämlich schlaglichtartig einen Blick auf die Volksfrömmigkeit der Bürger im ausgehenden Mittelalter zu. In schriftlichen Überlieferungen sei belegt, dass es damals Massenwallfahrten gegeben habe. So hätten auch viele Menschen den angeblich wundertätigen Brunnen in Blomberg besucht und "dabei eines dieser von den Reformtheologen verhassten Pilgerzeichen" erstanden, erklärt Dr. Werner Best.
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