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30.01.2013
BLOMBERG
Zwischen Vision und Erdkunde
Schulleiter müssen heute viel mehr Manager als Lehrer sein
VON AXEL BÜRGER

Schulleiter und damit quasi Manager des Gymnasiums | Foto: Bürger

Blomberg. Die Leitung einer Schule verlangt besondere Qualifikationen. Karsten Fahrenkamp ist nicht nur in dieser Führungsposition tätig, er hilft anderen, sich für diesen Job zu qualifizieren.

Wie viel Management verschlingt eine Schulleiterposition, wie viel Alltag muss sie verkraften? Karsten Fahrenkamp ist Leiter des Blomberger Hermann-Vöchting-Gymnasiums. Der weitaus größte Teil seiner Arbeit besteht aus Kommunikation und Management, der geringste Anteil aus Unterricht.

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Schulen aus der Routine zu leiten waren. Heute ist eine Schule mehr an eine Firma angelehnt; sie erfolgreich zu strukturieren, verlangt ein Gefühl für die zwischenmenschlichen Beziehungen und in gleicher Stärke einen Blick für Effizienz und Trends.

Info
Karsten Fahrenkamp, 47, war ursprünglich Lehrer für Englisch und Erdkunde. Neben der Schulleitung am Hermann-Voechting-Gymnasium in Blomberg ist er Sprecher der lippischen Direktoren sowie des Arbeitskreises aller Schulformen im Kreisgebiet und moderiert Schulleiterfortbildungen. Fahrenkamp lebt mit seiner Familie in Extertal. (ax)

Fahrenkamp, seit 1995 im Schuldienst, weiß, wie es laufen muss. Er arbeitet auch als Moderator für die Bezirksregierung in der Schulleiterfortbildung. "Ich hatte recht früh das Gefühl, Entwicklungen in Schulen aktiv gestalten zu wollen", sagt der 47-Jährige. Und wechselte 2003 von Lemgo als "Vize" am Marianne-Weber-Gymnasium in die Leitung nach Blomberg.

Es war die Zeit, als das Ministerium in Düsseldorf die Schulen im Land animierte, eigene Profile und Schwerpunkte in Schulprogrammen zu definieren. Fahrenkamp hatte bereits vier Lehrerstationen hinter sich. "Ich vertrete die Einstellung, dass neue Schulleitungen von außen für neue Impulse sorgen." Die Rollenklarheit in der Führung ist ihm wichtig. "Die Herausforderung ist deutlich größer, wenn ein Schulleiter aus seiner eigenen Schule aufsteigt", so Fahrenkamp.

Heute kennt er sich mit Eignungsfeststellungsverfahren aus. Ein Wort, so lang, wie das Verfahren anspruchsvoll ist. Im Auftrag der Bezirksregierung arbeitet der Blomberger Direktor an der Qualifizierung potenzieller neuer Schulleiter. "75 Prozent ist es die Fähigkeit, mit allen Menschen rund um und in der Schule rollenklar zu kommunizieren. Mit den Lehrkräften, den Eltern, den Schülern, dem Schulträger, den Medien und Sponsoren oder Kooperationspartnern", so Fahrenkamp.

Projektmanagement, der Umgang mit Widerständen und belastbar zu sein, gehöre zum Jobprofil. Eine Vision für die Entwicklung seiner Schule zu haben, sei unverzichtbar. Karsten Fahrenkamp macht dies Tag für Tag. Vor 17 Uhr verlässt er sein Gymnasium praktisch nie. In der Woche führt er gefühlte 100 Telefonate, zudem zahllose Gespräche, hat zwischen 4 und 10 Außentermine, muss am Tag 40 Mails beantworten, Unterrichtsbesuche absolvieren und Konferenzen leiten.

Bleibt am Abend noch Zeit, hat die Familie Vorrang. Danach kommt die Leidenschaft für die Fliegerei und das Joggen. "Auf einen Facebook-Account habe ich bislang bewusst verzichtet. Das ist nicht mein Medium", so der Schulleiter zu den Grenzen des modernen Managements.



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