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14.05.2011
KÖLN/DETMOLD
Topmodels lösen sich aus Verträgen
Österreicherin Alisar Ailabouni und Viktoria Lantratova aus Detmold erzielen Erfolge
VON HUBERTUS GÄRTNER

Damals noch eitel Sonnenschein | FOTO: DPA

Köln/Detmold (nw). Auf die von Heidi Klum moderierte Fernsehshow "Germanys Next Topmodel" (GNTM), die vom Privatsender Pro Sieben ausgestrahlt wird, fallen ein paar dunkle Schatten. Einige Kandidatinnen monieren vermeintlich "sittenwidrige Verträge", mit denen sie gebunden und an ihrer freien Berufsausübung gehindert würden. Mindestens zwei Nachwuchsmodels haben juristische Wege beschritten – und damit nun Erfolge erzielt.

Unter den jungen Frauen, die sich gegen Pro Sieben, Klum und Co. erfolgreich gewehrt haben, ist die Deutsch-Ukrainerin Viktoria Lantratova (23) aus Detmold. Sie war beim GNTM-Wettbewerb im vergangenen Jahr auf Platz acht gelandet. Lantratova hatte zwei Verträge mit der Pro-Sieben-Gruppe unterschrieben, aus denen sich hohe finanzielle Pflichten ergaben. Lantratova sollte fortan 36 Prozent aller Einnahmen abgeben und durfte sich nicht selbst vermarkten. Dagegen hatte sie vor dem Landgericht in Köln Klage erhoben.

Die juristischen Schritte zeigten offenbar Wirkung. Sowohl die Heidi Klum GmbH & KG als auch die Firma ONEeins Management, für die Heidi Klums Vater Günther aufgetreten war, hätten mittlerweile "ein Anerkenntnis abgegeben, dass ein Vertrag mit Viktoria Lantratova nicht mehr besteht", sagte der Bielefelder Rechtsanwalt Volker Küpperbusch dieser Zeitung. Damit sei seine Mandantin "wieder frei" und könne ihre Karriere als Model ungehindert fortsetzen. Nach Angaben von Küpperbusch sind "weitere Mädchen aus dem GNTM-Wettbewerb dabei, ihre Verträge zu beenden".

Viele Verträge nur Makulatur

Eine andere sehr prominente Teilnehmerin hat es bereits getan. Die Österreicherin Alisar Ailabouni (22), die den Wettbewerb im vergangenen Jahr gewonnen hatte, kehrt ProSieben und der Klum-nahen Model-Agentur ONEeins den Rücken. Nach Bild-Informationen hat Ailabouni sich mit Hilfe eines Berliner Anwalts aus den Verträgen geklagt. Via Internet teilte die Österreicherin ihren Fans mit, dass sie nun für eine Pariser Agentur arbeiten werde.

Beim großen Topmodel-Finale am 9. Juni in Köln werden die Zuschauer Ailabouni daher wohl nicht mehr zu sehen bekommen. Normalerweise zeigen sich die ehemaligen Gewinnerinnen der Show zum Live-Abschluss der Sendung noch einmal.
Eine Sprecherin von ONEeins wollte den Zwist nicht kommentieren. Sie verwies auf eine Erklärung auf der Homepage: "Nach erfolgreicher Zusammenarbeit und vielen gelungenen Projekten haben ONEeins Management und Frau Ailabouni entschieden, an diesem Punkt ihrer Karriere getrennte Wege zu gehen", heißt es dort.

Rechtsanwalt Volker Küpperbusch glaubt, dass viele beim GNTM-Wettbewerb geschlossenen Verträge nun Makulatur sind. Klums Vermarktungsstrategie sei hinfällig geworden. In der Sendung werde nun ausdrücklich betont, dass kein Nachwuchsmodel gezwungen werde, zu bleiben. Bislang, so Küpperbusch, sei das Gegenteil der Fall gewesen.   


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