Klaus-Dieter Hirt ist Vorsitzender des deutschen Verein zur Förderung bedürftiger chilenischer Kinder"
Detmold. Ein Detmolder setzt sich für chilenische Kinderheime ein: Klaus-Dieter Hirt ist Vorsitzender eines Vereins, der Spenden zur Hilfe benachteiligter Kinder in dem südamerikanischen Land sammelt.
Hirt hat vor fünf Jahren ein Mädchen aus Chile an Kindes Statt angenommen. Marianne, 14, kam nach Deutschland, nachdem Hirt und seine Frau sie zweimal in Chile besucht und ein langwieriges bürokratisches Verfahren hinter sich hatten. Den Kontakt zur staatlich anerkannten Adoptionsvermittlungsstelle AdA (Asesoría de Adopcione) hatten die Hirts nach einem Fernsehbericht aufgenommen, ihre Idee, ein Kind adoptieren zu wollen, nahm Fahrt auf. Zwei Jahre später holten sie Marianne nach Detmold.
Einmal im Jahr lädt die AdA alle ein, die ein Kind aus Chile adoptiert haben. "Bei einem dieser Treffen hatten wir die Idee, einen Verein zu gründen", berichtet Hirt. "ChiKitin" wurde ins Leben gerufen - der "Verein zur Förderung bedürftiger chilenischer Kinder". Ziel ist es, auch Kindern helfen zu können, die nicht nach Deutschland kommen können. "Uns und den Kindern hier geht es so gut, wir wollen uns vor Ort engagieren", erklärt Hirt. Es geht den 18 Vereinsmitgliedern um kleinere Projekte: neue Matratzen für ein Kinderheim sind jüngst finanziert worden, Waschmaschinen, eine Küchenrenovierung oder ein Spielplatzausbau. "Die AdA kontrolliert vor Ort, ob die Spenden ankommen", betont Hirt.
Geld werde direkt auf das Konto des kirchlichen Kinderheimes "La Aurora" in Lautaro/Chile überwiesen. Lautaro befindet sich etwa 600 Kilometer südlich von Santiago de Chile. Das Heim beherbergt 48 Mädchen mit psychosozialen Störungen, Missbrauchs- und Gewalterfahrungen. Die Grundversorgung des Heims wird durch staatliche Fördermittel gewährleistet.
Außerdem unterstützt der Verein das Kinderheim "Casa de la Providencia" in der Küstenstadt Valparaiso. Dort wohnen derzeit 84 Mädchen, die von ihren Eltern abgegeben, verlassen oder per Gerichtsentscheid entzogen wurden.
Klaus-Dieter Hirt rührt die Werbetrommel für den Verein und seine Projekte, hat schon bei den Rotariern referiert, will mehr in die Öffentlichkeit gehen, ein Benefizkonzert mit in Lippe lebenden chilenischen Musikern organisieren. Website und Power-Point-Vortrag sind fertig. "Wir haben viel vor", berichtet er. Die 18 Vereinsmitglieder aus ganz Deutschland sind sämtlich ehrenamtlich unterwegs. Für Hirt gilt es also auch, das Vereinsleben von Detmold aus gut zu organisieren.
Seit sechs Jahren für Südamerika aktivHilfe für Chile: Der "Verein zur Förderung bedürftiger chilenischer Kinder" (ChiKitin e.V.) ist ein gemeinnütziger, bundesweit organisierter Verein, der Detmolder Klaus-Dieter Hirt ist dessen Vorsitzender.
Der Verein wurde im Jahr 2005 von Eltern mit chilenischen Adoptivkindern und Adoptionsbewerbern gegründet. Ziel ist die finanzielle Unterstützung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Chile, die keine staatliche Förderung erhalten.
Bei der Auswahl der Projekte und der Kontaktaufnahme zu den karitativen Einrichtungen ist dem Verein die Adoptionsvermittlungsstelle "AdA" vor Ort in Chile behilflich. Wer den Verein unterstützen möchte, findet Angaben zu Kontonummern, Jahresberichte und weitere Informationen unter
www.chikitin.info oder
www.ada-adoption.de
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