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19.02.2012
DETMOLD
Mehrheit hält Falkenkrug für zu isoliert
Fraktionen und Verwaltung erteilen eine deutliche Absage
VON SVEN KOCH

Allein auf weiter Flur | Foto: Stadt Detmold

Detmold. Am Falkenkrug soll es keinen Supermarkt geben. Das ist ein Fazit aus der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, in der sich - bis auf die Freien Wähler - alle gegen einen Nahversorger aussprachen. Dezidiert hatte zuvor die Verwaltung - auch in einer schriftlichen Stellungnahme - erklärt, warum das nicht geht.

Bereits eingangs der Sitzung hatte Kai Buhrke als Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes OWL in einem Referat über die Situation des Handels erklärt: "Es ist der falsche Standort und die falsche Größe." Zudem dürfe die Stadt keine Ausnahmen von ihrem gerade erst beschlossenen Einzelhandelskonzept machen - und das sieht Nahversorger nur noch an bestimmten Schwerpunkten vor. Das Falkenkrug-Areal gehört nicht dazu.

Das Konzept zur Entwicklung des Einzelhandels war auch eine Basis, auf deren Grundlage Bernd Zimmermann, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, erklärte, dass ein Markt in der beabsichtigten Größe am beabsichtigten Standort nicht genehmigt werden könne.

Gleichwohl stütze man Bestrebungen, für den Bereich Meiersfeld einen kleinen Nahversorger zu installieren - allerdings zentral, und zentral liege das Falkenkrug-Gelände an der Blombeger Straße nicht. Zwar seien Unterschriften für den Standort gesammelt worden, in der geplanten Größe sei dort ein Supermarkt aber allein schon wegen der einzuhaltenden Abstandsflächen zum bewaldeten Gebiet nicht zulässig. Weiter würde er die Nahversorger in Diestelbruch und in Remmighausen bedrohen. Zudem sei klar, dass der Falkenkrug wohl kaum zu Fuß aufgesucht werden würde: Die nächste Bebauung liegt einige hundert Meter entfernt.

Die Freien Wähler meinten zwar, man könne hier das Einzelhandelskonzept etwas aufweichen, es wohnten ja viele Menschen im Einzugsgebiet von einem Kilometer um den Falkenkrug. Andererseits, hielt die FDP dagegen, überlappten mit genau diesem Einzugsgebiet diverse andere Einzugsgebiete von bestehenden Nahversorgern, das Kaufland inklusive. Auch die übrigen Fraktionen pflichteten der Verwaltung rundherum bei. Für die SPD betonte Klaus Brandt: "Wir erkennen den Wunsch an, vor der Haustür einen Supermarkt zu haben. Sicherlich würde aber niemand zu Fuß zum Falkenkrug gehen - der Standort ist einfach nicht geeignet."

Und für die CDU erklärte Friedrich-Wilhelm Sundhoff: "Das Thema sollte jetzt mal endlich für uns gegessen sein." Es mache keinen Sinn, ein Einzelhandelsgutachten zu beauftragen und zu verabschieden, um sofort wieder Ausnahmen von dessen Festsetzungen zu machen. Dem schlossen sich auch Bündnis 90/Die Grünen an

Kommentare
soso..........das war schon von anfang an Klar das die stadt das Ablehnt....ich wohne hier gleich um die Ecke...hier gibt es nur so einem Kleinem Bäcker wo man auch paar andere sachen kaufen kan, aber das ist kein ersatz !!

Traurig hier in Detmold...naja die Investoren solten einem Schuhladen oder Frisör vorschalgen das wird Garnatiert Akzeptiert...

Es bleibt völlig unverständlich, warum die Stadt hier nicht zustimmt und zwei Probleme gleichzeitig löst: Ruine Falkenkrug und Versorgungslage in Detmold Nord/Ost.

Die nächste Bebauung liegt nicht "einige hundert Meter entfernt", sondern genau 150 Meter. Das ist doch auch gar kein Problem, denn wer will schon direkt neben dem Parkplatz eines solchen Marktes wohnen?

Dass der Standort attraktiv ist, zeigt auch die Tatsache, dass Markant offenbar über Jahrzehnte versucht hat, dort einen Markt zu eröffnen. Da fragt man sich, warum sie nun verbreiten, ein Markt würde sich dort gar nicht rechnen.

Der Standort versorgt in einem 1km-Radius das gesamte - bisher unversorgte - Gebiet zwischen Richthofenstraße und Blomberger Straße einerseits und zwischen Blomberger Straße und Werre andererseits. Und er liegt an einer Hauptausfallstraße. Das ist gut für den Betreiber, und es hält den Kunden- und Zuliefer-Verkehr aus den Wohngebieten raus. Auch in Heidenoldendorf lässt sich der neue "Nahversorger" ja an einer Ausfallstraße nieder. Und der Markant in Spork-Eichholz liegt auch an einer solchen. Und der Lidl in Hohenloh. Warum wohl?

Eine Unverfrorenheit ist es übrigens, wenn seitens der CDU behauptet wird, der Investor habe die Unterschriften gesammelt oder sammeln lassen!
Es gibt hier nämlich tatsächlich Anwohner, die laufen aus der Friedrich-Richter-Straße zu Fuß zum Lidl nach Hohenloh oder fahren mit dem Bus zum Einkaufen...

Natürlich gibt es einzelne Personen, die ein legitimes wirtschaftliches Interesse an dem Projekt haben - so die Investoren und so auch der eine oder andere regelmäßige Kommentator hier auf lz.de. Aber auch wir Anwohner wünschen uns diesen Markt, damit wir eine Einkaufsmöglichkeit im Viertel haben. Und wir können uns sehr wohl selbst dafür engagieren, auch wenn die CDU das nicht wahrhaben will.

Mit ihrem fragwürdigen Konzept (Beschränkung des Handels auf bestehende Standorte) zementiert die Stadt die schlechte Versorgungslage Detmold Nord/Ost.

Ich wüsste auch nicht, wo ein besserer Ort für einen Supermarkt sein soll. Soll das Falkenkrug für weitere 20 Jahre vor sich her gammeln?
Aber angeblich zu losgelöst vom Siedlungsgebiet... aber wie ist das mit den anderen Märkten? Direkt mitten im Wohngebiet gibt es doch nirgends einen Supermarkt. Höchstens angrenzend in einer Richtung. Und die 20-50 Bewohner im direkt geforderten Umfeld sollen ausschlaggebend für 1500 Bewohner im gesamten Einzugsgebiet sein?

Dann das tolle Argument mit dem Bestandsschutz von Diestelbruch und Remmighausen. Das nützt den Menschen in Meiersfeld/Rödlinghausen/Innenstadt leider nichts. Zu weit weg und viel zu wenig Auswahl. Mit der Auswahl verhält es sich dann auch in einem kleineren Markt, wie von der Stadt gefordert. Was bringt in dem Stadtteil ein kleiner Markt, wenn ich für die Zutaten für den Sonntagsbraten wieder zum Real muss? Wir verlangen ja keinen so großen Klopper wie Real oder Kaufland. Einfach ein wenig mehr Auswahl, die ein so kleiner Markant nicht bieten kann.

Argument nicht fussläufig erreichbar. Wer bitte erledigt denn seinen Wocheneinkauf zu Fuß auch wenn man in der Nähe wohnt? Laufen die Leute dann mit dem Einkaufswagen nach Hause? Das würde wieder nur für die Bewohner im direkten Umkreis einen Sinn machen. Das sind bei anderen Märkten auch nur max. 50 Menschen.

Außerdem: Wunsch und Akzeptanz von Anwohnern, Waldorfschule, Golfverein und sicher auch von Friedhofsbesuchern (Sonntagscafé).

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wovor die Stadtverwaltung so große Angst hat. Anstatt sich dauernd hinter einem externen Gutachten zu verstecken (warum werden keine Gutachten von Herrn Rath zugelassen?) könnte sie wirklich mal auf die Bedürfnisse der Bürger eingehen. Es steht ja auch soweit alles (Grundstück gesichert, Mietverträge etc), bis auf das OK von der Stadt. Aber wie sollte es auch anders sein. Man kennt es ja nicht anders. Alles in eine vorgefertigte Richtung zwängen, bis nachher gar nichts mehr läuft (z.b. Kino unbedingt nur Hasselter Platz, nun leider nirgends mehr).

Vielleicht sollten wir bei der nächsten Wahl für ein bisschen Rotation im Stadtrat sorgen!

Haben den die Politiker mit den Bürgern in dem Bereich direkt gesprochen?E sollte Politiker ja schon interessieren warum Bürger Unterschriften sammeln.Und wo soll der immer wieder angekündigte richtige Standort sein?Ich bin gespannt.

Wenn man im Internet Satellitenbilder ansieht wirkt das anders als auf diesem Bild.Da sind ganz schön viele Häuser nah dran.Und man kann im Internet auch den Maßstab sehen.Ich erkenne das ganz gut.Oder ist das Bild von der Stadt neuer?



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