Dienstag, 02.09.2014
| RSS | LZ-Nachrichtenticker | Mediadaten | Kontakt | Newsletter


22.02.2012
DETMOLD/BERLIN
Als das "Haus Detmold" Sportler aus Peru beherbergte
Zur Olympiade 1936 in Berlin stand Detmold Pate für ein Gebäude im Olympischen Dorf - Sportwissenschaftler sucht Bilder

Detmold. Als sich 1936 das NS-Regime mit den Olympischen Spielen von Berlin feierte, war Detmold vertreten. Ein Haus im Olympischen Dorf trug diesen Namen. Doch Genaueres weiß man darüber noch nicht. In Münster will ein Forscher Licht ins Dunkel bringen.

Emanuel Hübner vom Institut für Sportwissenschaft der Uni Münster beschäftigt sich mit der Olympiade von 1936. Er hofft, von Zeitzeugen unbekanntes Bildmaterial zur Auswertung erhalten zu können.

Das NS-Regime in Deutschland trieb für die Spiele einen gigantischen Aufwand. "Es hoffte auf diese Weise, seine vorgebliche Friedfertigkeit demonstrieren und die außenpolitische Isolation des Dritten Reiches, in die es vor allem aufgrund seiner antijüdischen Politik geraten war, durchbrechen zu können", sagt Hübner.

Leni Riefenstahl drehte für das Internationale Olympische Komitee einen zweiteiligen Film über die Berliner Spiele. Und relativ früh zu Beginn des zweiten Teils("Fest der Schönheit") taucht das "Haus Detmold" auf.

"Die Organisatoren versuchten mit verschiedenen Aktionen, die Olympiade zu einem gesamtdeutschen Ereignis werden zu lassen", erklärt Hübner. Im Olympischen Dorf habe deshalb jedes Haus zur besseren Unterscheidung den Namen einer deutschen Stadt erhalten und sei mit einem 50 mal 80 Zentimeter großen Signet gekennzeichnet worden. Das von Athleten aus Peru bewohnte Haus Detmold trug natürlich das Hermannsdenkmal. Die Namen gebenden Städte seien gebeten worden, sich an der Ausstattung "ihres" Hauses finanziell zu beteiligen.

Doch viele Städte hätten dies mit Verweis auf die kommunale Haushaltslage abgelehnt. Wie sich Detmold verhielt, weiß Hübner noch nicht. Aber immerhin 24 Fotos mit Stadtansichten habe jede Stadt als Wandschmuck zur Verfügung gestellt. Auf dem Prachtboulevard "Unter den Linden" wurden hingegen 236 sechs Meter lange Banner mit Städtewappen und 452 wetterfeste Ölbilder mit Stadtansichten gezeigt. Viele Touristen hätten sich vor den Rundbildern ihrer Städte fotografieren lassen, schreibt Hübner. "Auch ,Unter den Linden' wird Detmold aufgrund seiner historischen und politischen Bedeutung vertreten gewesen sein", mutmaßt er. Akten seien dazu aber nicht mehr erhalten.

So hofft er, dass die Detmolder ihm noch alte Fotos oder Filme zur Verfügung stellen können. "Als Gegenleistung kann ich anbieten, dass der Besitzer die Photos und Filme inklusive einer digitalen Kopie unversehrt zurückerhält."



Anzeige

Service
Anzeige
LZ-Geschenkideen
Anzeige
Anzeige
Bürgerberatung Detmold
Grabenstraße 1 (Postfach 32756)
32756 Detmold

Telefon: 05231-977-580
Fax: 05231-977-522
E-Mail: buergerberatung@detmold.de

Sprechzeiten:
Montag: 8 - 17 Uhr
Dienstag: 8 - 17 Uhr
Mittwoch: 8 - 12.30 Uhr
Donnerstag: 8 - 18 Uhr
Freitag: 8 - 12.30 Uhr

Bildergalerien aus Detmold
Kussler Ball
Kussler Ball
Tag der offenen Tür beim Kreis Lippe
Tag der offenen Tür beim Kreis Lippe
Familienfest im Hangar
Familienfest im Hangar
Supermond über Lippe
Supermond über Lippe


Die LZ im Netz

Wetter in Lippe