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23.02.2012
DETMOLD
Wohnungen in Hohenloh ist der Weg versperrt
Keine Häuser auf dem Exerzierplatz – Grundschule und Kindergarten könnten Alternativen sein
VON PATRICK BOCKWINKEL

Blick durchs Treppengeländer | Foto: Preuss

Detmold. Aus den 80 Wohneinheiten auf dem Exerzierplatz in Hohenloh wird nichts. Wegen gesunkener Fördermittel ist der Investor abgesprungen. Nun könnten eine Grundschule und ein Kindergarten entstehen. "Das ist schon schade", sagt Holger Behnke, Projektbeauftragter der Stadt Detmold für Hohenloh.

Dort wollte die Kommune auf der Freifläche zwischen Richthofen- und Anne-Frank-Straße eines der großen Bauprojekte mit 80 Reihen- und Doppelhäusern für Familien realisieren. Ein Investor aus Hamm wollte das Projekt mit öffentlichen Mitteln stemmen - und genau daran ist das Vorhaben nun gescheitert. "Für den Quadratmeter war weit weniger Zuschuss möglich, als geplant", erklärt Behnke.

Die Miete, die für die Häuser verlangt werden dürfe, wäre ebenfalls geringer ausgefallen als kalkuliert. "Das waren zwei ausschlaggebende Dinge, weshalb sich der Investor zurückgezogen hat", sagt Behnke. Die Stadt habe viel Arbeit in Planung und Entwicklung gesteckt. "Für uns haben die bestehenden Gebäude Priorität."Obwohl die Stadt keinen Druck habe, den Exerzierplatz schnell bebauen zu müssen, gibt es bereits eine Alternative: Der Christliche Schulverein Lippe (CSV) würde auf dem Gelände der ehemaligen britischen Kaserne gerne eine vierzügige Grundschule und einen Kindergarten errichten.

"Darüber führen wir derzeit mit der Verwaltung Gespräche", bestätigte CSV-Geschäftsführer Peter Dück das Vorhaben. "Wir hoffen, dass unser Projekt schnell im Stadtentwicklungsausschuss auf die Tagesordnung kommt und von den Politikern positiv beschieden wird." Ein Architekt habe bereits erste Pläne erstellt, die der Stadt vorlägen.

Sollte der Ausschuss grünes Licht für die Grundschule und den Kindergarten, die den Großteil des Exerzierplatzes einnehmen würden, geben, würden die Detailplanungen so schnell wie möglich abgeschlossen. "Parallel müssten wir uns mit der Bundesimmobilienanstalt, der die Fläche gehört, über einen Kauf verständigen", sagt Dück.

Sollte auch das zügig voran gehen, könnten schon bald die Bagger anrollen. "Bei ersten Überlegungen hatten wir mal den Sommer 2014 als Fertigstellungstermin ins Auge gefasst", berichtet Dück. "Realistischer ist aber eher der Sommer 2015." Da die genauen Planungen noch nicht abgeschlossen seien, könne er noch keine detaillierten Aussagen über die Höhe der Baukosten machen. "Sie werden aber etwa im höheren einstelligen Millionenbereich liegen", kalkuliert Dück. Die Neubauten sollen durch ein Bankdarlehen finanziert werden.



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