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26.11.2012
DETMOLD
Aggressives Abwasser zerstört Pumpwerk Hellsiek
Erneuerung steht an
VON JANA BECKMANN

Detmold. Das Abwasserpumpwerk Hellsiek ist marode. Schuld daran sind Sickerwasser aus der Deponie und schwefelsäurehaltiges Schmutzwasser. Um den Betrieb aufrecht erhalten zu können, soll ein Neubau her.

Info
Nicht im Budget

Die Kosten für den Neubau des Pumpwerkes Hellsiek werden auf 700 000 Euro beziffert. Im Haushaltsplan für das Jahr 2013 sind diese bislang nicht vorgesehen. Deshalb schlägt die Stadtverwaltung vor, den geplanten Bau eines Durchlaufbeckens in der Kläranlage für rund 275.000 Euro zurückzustellen. Weitere 325.000 Euro können bei Kanalarbeiten in Liliental-, Teich- und Siegfriedstraße gespart werden – entweder durch Minderausgaben oder dadurch, dass die Maßnahmen ebenfalls auf später verschoben werden.

"Der Beton ist stark angegriffen. Und zwar so sehr, dass dies langsam auf die Statik der tragenden Wandteile geht", erklärt Beigeordneter Thomas Lammering. Außerdem seien die Maschinen in Mitleidenschaft gezogen. Ein Ergebnis des jahrelangen Kontaktes mit aggressiven Stoffen.

Das Abwasserpumpwerk wurde 1985 gebaut. Es nimmt Schmutzwasser, das von den Pumpwerken in Mosebeck und Vahlhausen kommt, auf und leitet es in den Schmutzwasserkanal in der Straße "Hohenwart" weiter. "Das Abwasser befindet sich, wenn es von Mosebeck hochkommt, lange in der Leitung. In diesem Zustand entsteht bei Sauerstoffentzug biogene Schwefelsäure", erläutert Wolfgang Büker vom Fachbereich Abwasseranlagen und Gewässer. Diese greife alles an.

Dazu kommt, dass das Pumpwerk 22 Jahre lang Sickerwasser aus der Deponie Hellsiek aufgenommen hat. Erst seit 2007 wird das Wasser, das direkt auf dem Gelände gereinigt wird, über einen Schönungsteich in einen Nebenfluss der Mosebecke geführt. Damit ist das Pumpwerk aber immer noch nicht komplett außen vor. Grund dafür sind Auflagen. Sollte es zum Beispiel aus technischen Gründen einmal nicht möglich sein, das Sickerwasser aus der Deponie in der Kläranlage vor Ort zu klären, muss es auch heute noch über das Pumpwerk in den Kanal befördert werden.

"Die Schäden müssen dringend repariert werden. In diesem Zustand können wir den Betrieb nicht mehr lange gewährleisten", betont Büker. Eine punktuelle Sanierung reicht nach Einschätzung der Stadtverwaltung nicht aus. Deshalb soll für 700 000 Euro ein neues Pumpwerk entstehen – ausgestattet mit resistenten Materialien und Maschinen.

Die Pumpen sollen dann nicht mehr ins Abwasser hineingehängt, sondern in einem separaten Raum untergebracht werden, sodass möglichst wenig Berührungspunkte mit den aggressiven Stoffen entstehen. Der Standort des Pumpwerkes soll etwas versetzt werden. Und zwar auf eine freie Fläche. Damit wollen die Planer komplizierte Umwege unterhalb der Gebäude vermeiden.

Am heutigen Dienstag berät die Politik über das Thema. Die Sitzung des Ausschusses für Tiefbau und Immobilien beginnt um 17 Uhr im Rathaus am Markt.


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