Dörentrup. Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde berät am Donnerstag, 7. Februar, über die Änderung des Flächennutzungsplanes "Photovoltaikanlage Deponie Dörentrup". Vor allem geht es um einen geplanten zweiten Bauabschnitt: Die vorhandene rund 2,7 Hektar große Anlage soll um weitere 2 Hektar vergrößert werden. Diese Fläche auf der stillgelegten Deponie würde nach Angaben in der Sitzungsvorlage direkt an das 2,7 Hektar große Areal anschließen.
Bei der Deponie handelt es sich um eine so genannte Konversionsfläche. Das sind einstige, jetzt brach liegende Militär-, Industrie- oder Gewerbeflächen, die zwecks baulicher Wiedernutzung umgewandelt werden. Solche Areale sind als Standorte für Photovoltaikanlage grundsätzlich geeignet. Und der auf ihnen erzeugte Strom kann von Netzbetreibern zu den höheren EEG-Sätzen (Erneuerbare-Energie-Gesetz) vergütet werden.
Kosten für die Gemeinde Dörentrup sind, so die Vorlage, derzeit nicht zu erkennen. Denn die Initiative beruht auf einer privaten Projektentwicklung der Abfallbeseitigungs-GmbH Lippe. Diese hat sich bereit erklärt, sämtliche Kosten, die mit der Planung des Vorhabens verbunden sind, zu übernehmen.
Ende 1999 wurde die Ablagerung von Müll auf der Deponie Dörentrup eingestellt. Das hatte vor allem mit rückläufiger Abfallmengen zu tun: In den 1990er Jahren sank die Menge der zu deponierenden Abfälle stetig. Wurden 1994 noch mehr als 100.000 Tonnen auf der Deponie Dörentrup und der Deponie Hellsiek abgelagert, sank die Restmüllmenge in 1998 auf nur knapp über 56.500 Tonnen.







