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22.08.2013
DÖRENTRUP
Helmut Schmidt und Manfred Zorn stellen ihre Anwesen für Bilder- und Skulpturenausstellung zur Verfügung
In Humfeld steht die Kunst im Garten
VON REINHOLD SÖLTER

Präsentieren ihre Werke | Foto: Sölter

Dörentrup-Humfeld. Die "Kunst im Parkgarten" etabliert sich. Die 5. Bilder- und Skulpturenausstellung in den Gärten von Helmut Schmidt und Manfred Zorn war ein Anziehungspunkt für viele Menschen.

Eine sehr abwechslungsreiche Mischung aus künstlerischen Talenten und Experimenten wartete auf die Gäste. Die Skulptur "Der kleine Hermann" mit futuristischer Heckenschere als Wachhund am Garteneingang, gestaltet vom Gastgeber H-Punkt-Schmidt, empfing die Ankömmlinge. Der Stuhl auf einem Baumstumpf mit Armlehnen aus verschlungenen Ästen wird auch zur Kunst und der Bauwagen am Gartenrand zum jederzeit bereiten Atelier.

Die Skulpturen von Cornelius Krebschenrot bewegen sich vorsichtig, aber sehr geschmeidig im Wind - jedenfalls die, die aus Federstahl hergestellt sind. Kunst kann sich permanent verändern: Noch deutlicher wird dies an seinen Rost-Skulpturen, die die Vergänglichkeit des Lebens verdeutlichen sollen. "Engel" und "Harmonie" (ein Paar umarmt sich) zeigen seine surrealistische Ader. Seine Kreativität wandelt dabei auf dem schmalen Grad, die Figur erkennen zu lassen, aber auch jede Menge Fantasie des Betrachters zuzulassen.

Achim Siegmund knickt seine Malunterlage zuerst willkürlich und orientiert sich dann beim Malen an dem so entstandenen Formenmuster. "Das Glühen im Urwald" präsentierte Birgit Stuke mit einem gelbroten Lichtstrahl im grünen Baumbestand. Marlene Ribhegge lässt Urlaubseindrücke erst einmal monatelang im Gedächtnis auf das Wesentliche schrumpfen und bringt dann erst Höhlen, Felsformationen oder Gebirgsbäch auf die Leinwand. Manfred Zorn präsentierte Skulpturen aus Speckstein und Alabaster. Malerei in Öl-, Acryl- und Pastellfarben zeigten Elke Seul, Ingeborg Strunk und Bernhard Schabram.

Zum ersten Mal in der Künstlerriege dabei war Prof. Axel Seyler. Seine Skulpturen zeigen bewusste Interpretationen der Welt mit handwerklich geschickter Ausarbeitung. Sein "Echsternstein" bildet den Felskörper naturgetreu nach mit einem Echsenkopf als Abschluss - ein Hinweis auf mythologische Deutungen. Seine Himmelkeramik zeigt auf der einen Seite Flügel und Gesicht des Insekts und lädt auf der schlichten Gegenseite mit dem geöffneteten Flugloch zum Nestbau ein.

Es zeigte sich wieder einmal, dass "schön" kein Kriterium für Künstler ist. Die wollen viel mehr, und darum war auch die Kommunikaton zwischen den Künstlern selbst und mit Besuchern das zentrale Ereignis des Tages - hoffentlich mit bleibender Wirkung, wünschen sich die Beteiligten.


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