Horn-Bad Meinberg. Die Lipper könnten sich leichter mit einem artenreichen Nationalpark identifizieren als einem vorwiegend finanziellen Verwertungsinteressen unterworfenem Wirtschaftswald. Das findet Diana Ammer, Stadtverordnete der Linken in Horn-Bad Meinberg.
Die Sprecherin äußert sich in einer Pressemitteilung verärgert über CDU, FDP, SPD und Bürgerbündnis, die eine noch ausstehende Debatte im Rat bereits vorweggenommen hätten. Hier würden demokratische Entscheidungswege ignoriert. Es stehe noch ein Wertgutachten zum Horner Stadtwald aus, ebenso eine mögliche Schlichtung oder ein Bürgerentscheid.
Diana Ammer teilt mit, dass den Linken die schriftliche Aussage von Manfred Großmann, dem Leiter des Nationalparks Hainich, vorliege, dass es dort kein Betretungsverbot und kein Wegegebot gebe.
Unabhängig von der Frage, ob der Horner Stadtwald Teil des Nationalparks werde oder nicht, betont Pressebeauftragter Volker Ammer: "Es bietet sich uns hier die einmalige Chance, eine zukunftsweisende Entscheidung für Menschen und Natur in der Region zu treffen."










Im Nationalparkplan Hainich heißt es unter Punkt 6.2 auf Seite 76 aber auch: "Es ist weiterhin zu prüfen und zu beobachten, ob angesichts gestiegener Besucherzahlen ein Wegegebot angebracht wäre." Ein Betretungsverbot und Wegegebot kann zu jedem späteren Zeitpunkt durch Änderung der Nationalparkverordnung durch das zuständige Landesministerium ausgesprochen werden, ohne dass dagegen etwas unternommen werden könnte. Aber auch das nicht vorhandene Betretungsverbot und Wegegebot im Nationalpark Hainich ändert nichts daran, dass auch dort das Wegenetz verkleinert worden ist.
In den meisten Nationalparks gibt es aber ein Wegegebot. Auch im einzigen Nationalpark in NRW, in der Eifel, ist dies der Fall.