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21.02.2012
HORN-BAD MEINBERG
"Aktiv-Hof" scheitert zurzeit an Tierhaltung
Bebauungsplan muss geändert werden
VON MANFRED BRINKMEIER

Leerstand | Foto: Gröne

Horn-Bad Meinberg/Holzhausen-Externstein. Einen so genannten "Aktiv-Hof" will die Sinn-Stiftung mit Sitz in München in Holzhausen-Externsteine gründen. Knackpunkt ist dabei allerdings der Punkt "Tierhaltung".

Damit sahen sich jetzt die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Liegenschaften konfrontiert. Für den seit längerem ungenutzten landwirtschaftlichen Hof am nördlichen Ortsausgang lag eine Bauvoranfrage der Sinn-Stiftung mit dem Ziel "Aktiv-Hof" vor (die LZ berichtete). Darauf hin hatte der Ausschuss am 7. Dezember 2011 über dieses Vorhaben beraten und dabei von den Festsetzungen der überbaubaren Grundstücksflächen im Bebauungsplan befreit.

Wie Stadtplaner Martin Kölczer aber den Politikern nun mitteilen musste, hat die Bauaufsicht des Kreises Lippe keine Genehmigung erteilt. Kölczer: "Nachdem die Antragstellerin inzwischen ihr Projekt konkretisiert hat, ist nämlich deutlich geworden, dass Tierhaltung ein essenzieller Bestandteil des therapeutischen und pädagogischen Konzeptes ist. Der gültige Bebauungsplan untersagt jedoch generell Tierhaltung für das Baugebiet."

Die Verwaltung erinnerte in ihrer Vorlage daran, dass sich die Politik 1983 beim Satzungsbeschluss über den Bebauungsplan das Ziel gesetzt habe, diesen landwirtschaftlich geprägten Bereich von Holzhausen-Externsteine in eine Wohnsiedlung mit Beherbergungsbetrieben umzuwandeln. Zwar sei dies nicht realisiert, gleichwohl gelte der rechtskräftige Bebauungsplan weiterhin.
Martin Kölczer: "Damit steht er dem Vorhaben der Sinn-Stiftung entgegen." Um das Vorhaben aber dennoch zu ermöglichen, sei laut Bauaufsichtsbehörde des Kreises Lippe die Änderung des Bebauungsplanes notwendig. Genau dieses habe die Sinn-Stiftung deshalb nun beantragt.

Jochen Lange (CDU) wollte wissen, ob ein Streichelzoo oder etwas ähnliches auf dem Hof vorgesehen sei. "Mir ist das zu unbestimmt. Es kann doch schließlich auch eine ganze Schafherde sein, die da gehalten werden soll." Nach Angaben von Martin Kölczer sei es das Problem gewesen, dass der Antrag der Sinn-Stiftung zunächst sehr unbestimmt gewesen sei. Es habe immer wieder neue Ideen gegeben.

Letztlich gehe es der Sinn-Stiftung darum, eine Handvoll Ziegen zu halten. Kölczer: "Kinder und Jugendliche sollen mit ihnen im Rahmen des Projektes ihren Tagesablauf gestalten. Deshalb geht es ohne Tierhaltung bei der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes nicht." Die Ausschussmitglieder sprachen sich deshalb dafür aus, dass nötige Verfahren in die Wege zu leiten.


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