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24.02.2012
HORN-BAD MEINBERG
"Bein"-hartes Sparen hilft Horn raus aus der Haushaltssicherung
Beigeordneter und Kämmerer im LZ-Interview
VON MANFRED BRINKMEIER

Gerhard Bein befindet sich bald nicht mehr im Dienst der Stadt. Der Abschied fällt dem Beigeordneten, Kämmerer und Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der Stadtmarketing GmbH nicht leicht. Horn-Bad Meinberg. Den kommenden Mittwoch, 29. Februar, hat Gerhard Bein in seinem Kalender angekreuzt. Das ist nämlich sein letzter Arbeitstag für die Stadt. Im Gespräch mit der LZ zieht er ein Resümee seiner Zeit in Horn-Bad Meinberg.

Nimmt Abschied | Foto: Brinkmeier

Horn-Bad Meinberg. Gerhard Bein befindet sich bald nicht mehr im Dienst der Stadt. Der Abschied fällt dem Beigeordneten, Kämmerer und Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der Stadtmarketing GmbH nicht leicht.

Den kommenden Mittwoch, 29. Februar, hat Gerhard Bein in seinem Kalender angekreuzt. Das ist nämlich sein letzter Arbeitstag für die Stadt. Im Gespräch mit der LZ zieht er ein Resümee seiner Zeit in Horn-Bad Meinberg.

Bedeutet der Abschied, dass Sie der Stadt ab sofort für immer den Rücken kehren?

Gerhard Bein: Nein. Ich werde das Stadtmarketing noch eine Zeit lang begleiten. Und zwar so lange, bis der neue Geschäftsführer, dessen Stelle wir ja ausgeschrieben haben, seine Arbeit aufnimmt und die Finanzierung geklärt ist.

Der Bürgermeister hat Ihnen eine silberne Wappenuhr der Stadt überreicht. Haben Sie schon einen Platz dafür?

Bein: Noch nicht. Aber der wird sich schon finden.

Zum Abschied gab es sehr viel Lob für Sie. Berechtigt oder nicht berechtigt?

Bein: Das müssen andere beurteilen. Aber ich denke schon, dass ich in Horn-Bad Meinberg einiges erreicht habe. Zumindest bis 2015 wird die Stadt nicht in die Haushaltssicherung kommen. Das ist angesichts der schwierigen Haushaltslage schon eine sehr gute Botschaft, die ich hier hinterlasse.

Wie sind Sie nach Horn-Bad Meinberg gekommen?

Bein: Ich war Kämmerer in Kalletal. Da ich hier auch allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters werden konnte, habe ich mich hierhin beworben.

Aufgrund der schwierigen finanziellen Lage der Stadt hatten Sie keinen leichten Start. Waren Sie sich dessen vorher bewusst?

Bein: Ich kannte natürlich die Haushaltsprobleme. Ich hatte aber keine Hemmungen, diese Probleme anzugehen. Das war die große Chance für mich, eigene Ideen einzubringen. Das geht natürlich nur bei "Bein"-hartem Sparen. Damit die künftige Haushaltswirtschaft nicht aus dem Ruder läuft, muss man auch mit "Engels"-Zungen sprechen (in Anspielung auf seinen Namen und den seines Nachfolgers Matthias Engel; Anm. d. Red.). So konnte ich damals den Rat von der Notwendigkeit der Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung überzeugen.

Wie charakterisieren Sie selber Ihren Führungsstil?

Bein: Als kooperativ. Ich bin als Mann der Zahlen hier hingekommen und habe immer versucht, Sacharbeit zu leisten. Dabei habe ich auf einmütige Entscheidungen gesetzt und mich als Netzwerker in einem Team verstanden. Jedem Vorschlag und jeder Anregung zur Verbesserung der Haushaltssituation bin ich dabei nachgegangen. Und ich bin stets für Tipps und eine gute Zusammenarbeit dankbar gewesen.

Sie sind in Rinteln groß geworden und wohnen weiterhin dort. Ist das für Sie ein Problem gewesen?

Bein: Wenn Sie darauf anspielen, warum ich nicht hier hingezogen bin - nein. Bei mir hat es aus familiären Gründen nicht geklappt. Ich bin aber bei allen Veranstaltungen, wo dies erforderlich war, dabei gewesen.

Es hat immer mal wieder Kritik daran gegeben, dass vom Stadtmarketing so wenig zu hören ist. Teilen Sie diese Ansicht?

Bein: Nein. Aufgabe ist es, außerhalb Lippes für den Ort sowie Veranstaltungen zu werben und Gäste hierhin zu holen. Das hat nicht jeder wahrgenommen. Und so lange die Häuser nicht zu 100 Prozent belegt sind, wird es immer Kritik geben. Ich bestätige jedoch, dass das Binnenmarketing verbessert werden muss. Daran arbeiten wir zielstrebig.

Beschreiben Sie die Zusammenarbeit mit dem Landesverband.

Bein: Momentan ist es keine einfache Zeit. Dessen Vorsteherin Anke Peithmann hat sich aber klar zum Staatsbad bekannt. Man darf sich nicht zu Tode sparen. Die Gefahr ist aber groß, wenn sich der Landesverband nur auf die Zahlen stützt und sich dahinter versteckt. Ich hoffe deshalb, dass der Landesverband den neuen Geschäftsführer für die Stadtmarketinggesellschaft mitträgt und unmittelbar nach dem Ausscheiden des derzeitigen Kurdirektors auch mit der Geschäftsführung der Staatsbad Meinberg GmbH beauftragt. Noch besser wäre es, wenn beide Gesellschaften verschmolzen würden.

Was sagen Sie zum Industriepark Lippe?

Bein: Die Rahmenbedingungen für eine Ansiedlung sind optimal. Wir bewerben das Areal sehr intensiv und hoffen auf den ersten Investor. Ich gehe davon aus, dass dieser bald gefunden wird.

Kommentare
Horn ging es noch nie so schlecht, die Innenstadt ist tot, die Fachwerkhäuser und der Bahnhof vergammeln. Wir haben uns bereits zu Tode gespart - Herr Bein - aber daran schuld sind immer die Anderen !



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