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24.11.2012
HORN-BAD MEINBERG
Bulgarische Gymnasiallehrerin hospitiert an der Realschule Horn-Bad Meinberg
Deutscher Unterricht zum Vorzeigen

Deutscher Unterricht als Vorbild | Foto: Gröne

Horn-Bad Meinberg. Sie kommt aus Montana, aber nicht aus dem amerikanischen sondern dem bulgarischen Montana. Amelya Petkova (44) arbeitet als Lehrerin in der 150 Kilometer von Sofia entfernten Stadt. Zurzeit jedoch sperrt sie in der Realschule Horn Augen und Ohren auf, um sich deutsche Lehrmethoden anzueignen.

Die 44-Jährige ist die fünfte Lehrerin, die an der Realschule und am städtischen Gymnasium für 15 Tage hospitiert. Sie hatte sich im Sommer mit elf weiteren bulgarischen Pädagogen erfolgreich beim Pädagogischen Austauschdienst um einen Besuch in Deutschland beworben.

Warum interessiert sie sich für Deutschland? Die Lehrerin für deutsche Sprache und Literatur möchte der "deutschen Wirklichkeit näherkommen" und neue Lerntechniken kennenlernen. Die studierte Germanistin spricht akzentuiert in ausgezeichnetem Deutsch.

Sie unterrichtet in Montana an einem Gymnasium, das auf Sprachen spezialisiert ist. Grundsätzlich, erzählt Amelya Petkova, können bulgarische Kinder von der fünften bis zur zwölften Klasse ein Gymnasium besuchen. Daneben gibt es Basisschulen von der 1. bis zur 8. Klasse. Nach der 7. Klasse am Gymnasium muss eine Prüfung in Mathe und Bulgarisch bestanden werden, um dann weitermachen zu können. Andernfalls besuchen Jugendliche ab der 8. Klasse Kollegs mit wirtschaftlichem oder technischem Praxisbezug.

Auf "ihrem" Gymnasium werden die Schüler in der 8. Klasse 18 bis 22 Stunden in einer Sprache unterrichtet. Mathe, Sport, Kunst und Musik kommen dazu. Die Schule endet um 13.30 Uhr. Viele Schüler zöge es nach dem Ende der Schulzeit nach Deutschland, erzählt die 44-Jährige. "Hier kann man eine gute Ausbildung erwerben."

Sie selbst verfolge mit großem Interesse das Lernen in Gruppen. "In den meisten bulgarischen Schulen herrscht Frontalunterricht." Die Schüler seien hier sehr motiviert. Positiv ist ihr aufgefallen, dass die Lehrer die Schüler loben. Beeindruckt war sie auch von der Arbeit in der Turmschule. "Da freuten sich die Schüler, dass sie Schwierigkeiten allein bewältigen."

Amelya Petkova erzählt, dass bulgarische Lehrer unterschiedlich honoriert werden, je nachdem wie viel Geld die Kommune zur Verfügung stelle. Die Schulleiter teilen das Budget auf. In ihrer Gastfamilie fühlt sich die Lehrerin sehr wohl, auch zum "Sightseeing" bleibt noch Zeit. (co)



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